Ewigen Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern in der Fußgängerzone lösen: Fußgänger-Kernzone schaffen

Wie wichtig für Trier?

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Um diesen leidigen Konflikt zu beenden und einen Kompromiss zu finden, habe ich folgenden Vorschlag:

Eine Fußgänger-Kernzone schaffen (Simeonstraße, Fleischstraße, Brotstraße) und alle Zubringerstraßen für den Fahrradverkehr freigeben – mit den entsprechenden Markierungen. Dazu würden z.B. gehören:
- Richtung Hauptmarkt: Dietrichstr., Jakobstr., Sternstr., Palaststr.
- Richtung Simeonstr.: Stockstr., Moselstr., Glockenstr.
- Richtung Brotstr./Grabenstr.: Hosenstr., Jesuitenstr.
- Richtung Fleischstr.: Am Frankenturm, hinter dem Kaufhof vorbei in die Fleischstr., Jakobsspitälchen
- Außerdem am Rande der Fußgängerzone: Nagelstr., Fahrstr.

Das würde die Situation für Fußgänger und Radfahrer etwas entzerren und beiden Gruppierungen gerecht werden. Für entsprechende Fahrradabstellmöglichkeiten müsste an den Zugangspunkten natürlich gesorgt werden.

Verwaltungshinweis für den Rat: 

Im Zuge der Widmung der Fußgängerzone wurde der Radfahrverkehr ausdrücklich bis 11:00 Uhr und ab 19:00 Uhr, also überwiegend außerhalb der Hauptzeiten zugelassen. Die Fußgängerzone dient vielen Radfahrern innerhalb der freigegebenen Zeiten als kurze und gesicherte Verbindung von Nord nach Süd und Ost nach West und trägt somit auch zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt Trier bei. Insbesondere für die anderen Zeiten sowie für schnellere Radler wird derzeit der inzwischen sogenannte City-Ring (Innenstadt West- und Osttrasse) sukzessive für den Radverkehr ausgebaut. Die Osttrasse ist inzwischen durchgängig befahrbar. Auf der Westtrasse fehlt insbesondere noch die Querungsmöglichkeit der Nordallee im Bereich Engelstraße. Mit der Hindenburgstraße wurde im letzten Jahr ein weiterer Baustein dieser Trasse umgesetzt und aktuell wird die Radführung über den Nikolaus-Koch-Platz in diesem Zuge optimiert.
Die meisten Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern in der Fußgängerzone finden durch rücksichtloses Fahren - meistens außerhalb der zulässigen Zeiten - durch vereinzelte Radfahrer statt. Hier hilft eine verstärkte Kontrolle der Fußgängerzone mehr als ein Verbot für die Radfahrer. Die Fußgängerzone soll unbedingt auch im Bereich der in der Anregung genannten "Kernzone" zu den heutigen Zeiten nach wie vor frei gegeben bleiben. Zu prüfen wäre, ob man die bereits heute bestehende Aufteilung in Kernzone (Radfahrer zwischen 19 und 11 Uhr frei) und Randzone (Radfahrer ganztägig frei) anpassen kann, so dass vorhandene Bereiche der Fußgängerzone, in denen tatsächlich relativ wenig Fußgängerverkehr vorhanden ist bzw. die Straßenraumbreiten ein verträgliches Miteinander von Radfahrern und Fußgängern ermöglichen, zusätzlich zum Ist-Zustand ganztägig frei gegeben werden könnten.

Verwaltung empfiehlt:  prüfen

Kommentare

6 Kommentare lesen

Die Öffnung von ganztägigen Querungen der Fußgängerzone, zum Beispiel Kornmarkt - Moors Gäßchen, würde ich einer generellen Freigabe aller Zubringer vorziehen.

Fußgängerzone muss Fußgängerzone bleiben; Radfahrer sollen dort absteigen oder den Bereich umfahren!!

Ich halte die derzeitige Lösung für perfekt.

Wie wäre es mit Radfahrerkernzonen (Fahrradstraßen) ...

Wenn Radfahrer im Schritttempo fahren würden, würde ich das Radfahrverbot lockern. Kernzeiten sind sinnvoll, Fußgänger sollten in der Fußgängerzone immer Vorrang haben. Aber beim Bestrafen würde ich Unterschiede bei Radrasern und achtsamen Radfahrern machen.

Ich stimme "bellmann_buerger" zu, eine ganztägige Querungsmöglichkeit an ausgesuchten Stellen finde ich auch sinnvoller, als generelle Freigabe aller Zubringer.