Attraktiver Ortseingang für Mariahof

Bürgervorschlag

Wie wichtig für Trier?

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Der Platz östlich des Hofguts Mariahof sollte nicht alleine auf eine Bau- und Verkehrsfläche mit „Gelenkfunktion“ (Aussage der Stadtverwaltung) reduziert werden. Als Ortsmittelpunkt der „Gartenstadt Mariahof“, der Wohnanlage "Trebetastraße" und des von der Stadtverwaltung favorisierten Neubaugebietes „Brubacher Hof“ hat diese Fläche in direkter Nachbarschaft zu dem denkmalgeschützten Kleinod „Hofgut Mariahof“ das Potential zu einem Treffpunkt oder Quartiersplatz, der für alle Bürger nutzbar sein kann. Das ist auch eine Forderung aus dem Stadtteilrahmenplan, dem eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorangegangen ist (www.bebauung-hofgut-mariahof.com/stadtteilrahmenplan-trier-mariahof), sowie des Landschaftsplans zum FNP 2030.

Neben einem gestalteten Parkplatz als Ausgangspunkt zum FFH-Gebiet „Mattheiser Wald“ kann hier anstelle der geplanten Bebauung ein kleiner „Bürgerpark“ mit Rastplatz für Wanderer, Spielflächen und einem Gemeinschaftsgarten im Sinne der „Essbaren Stadt“ entstehen. Die Gartenfreunde Mariahof leisten in dieser Hinsicht schon gute Arbeit. Der einzige Ortseingang von Mariahof sowie das Hofgut erfahren dadurch eine enorme Aufwertung und schon am Ortseingang wird der Begriff „Gartenstadt“ erlebbar.

Sozialer Wohnungsbau ist in Trier eine selbst verantwortete Mangelware. Das alleine rechtfertigt aber keine aus einem momentanen Engpass heraus geborenen, kurzsichtigen Lösungen, die im Schnellverfahren umgesetzt werden.

Die derzeit geplanten Wohnblocks im sozialen Wohnungsbau können ebenso gut auf dem gegenüberliegenden Blumenfeld westlich des Hofguts oder in dem Neubaugebiet Brubacher Hof gebaut werden. Besser noch wäre es, bestehende Bausubstanz zu sanieren.

Fortgang:  einfache Prüfung
Verwaltung | Rat | Ortsbeirat
Verwaltungshinweis für den Rat: 

Die Nutzung dieses Bereichs als Fläche für sozial geförderten Wohnungsbau auch zur Unterbringung von Flüchtlingen war Gegenstand einer kontroversen Diskussion einschließlich einer Petition an den Trierer Stadtrat. In Abwägung der wohnungsbaupolitischen Herausforderungen mit den örtlichen Gegebenheiten bzw. den Interessen der unmittelbar betroffenen Anlieger hat der Stadtrat sich in mehreren Beratungen für die Durchführung der städtebaulich verträglich zu gestaltenden Baumaßname an diesem Ort ausgesprochen.

Verwaltung empfiehlt:  ablehnen

Kommentare

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Die geplanten Wohnblocks im sozialen Wohnungsbau neben dem Hofgut Mariahof stellt keine Integration von Neubürgern auf Mariahof dar. Es ist eine Rand-Ansiedlung in eine bestehende Infrastruktur, die als Gartenstadt geplant und umgesetzt wurde.
Bei einer Investition in Renovierungen der bestehenden Wohneinheiten in Mariahof wäre eine
häusliche Gemeinschaft vorgegeben und dient sicher besser der Integration als eine Ansiedlung am Stadtteil-Eingang.
Der Ortseingang von Mariahof kann sicher besser aufgewertet werden, als durch die Bebauung mit Wohnblocks.
Dann würde auch die Attraktivität des Ortsteils gesteigert werden - wie zB mit der Idee eines Gemeinschaftsgartens als Begegnungsstätte der interessierten Mariahofer, ob jung oder alt oder aus welcher Heimat oder Gesellschaft.
Dies würde gelebte Gemeinschaft und Teilhabe an der Gesellschaft bedeuten.

Die zahlreichen Ausflügler, die von hier aus das Naherholungsgebiet erkunden, als Parkplatz oder als Gemeinschaftsgarten aller.

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Mit der dreigeschossigen Bebauung wird die, aus den sechziger gewollte Grundstruktur der Gartenstadt zerstört. Und zwar eine niedrige Bebauung an den Randlagen (Ortseingang und Rundweg) und an eine höhere Bebauung zum Zentrum Richtung Kirche.

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Der Stadtrat sollte seinen Beschluß zu dieser geplanten Bebauung aus folgenden Gründen ändern:
- Die "Flüchtlingssituation" hat sich deutlich entspannt, eine Baufirma ist immer noch nicht gefunden und die Planungen für Mariahof in Bezug auf den FNP nehmen Gestalt an.
- Der Beschluß beruht auf einer äußerst fragwürdigen einseitigem Auslegung von Bauvorschriften seitens der Stadtverwaltung - zumindest dann, wenn man Denkmalschutz sowie den bestehenden Bebauungsplan (der vor dem Kirmesplatz endet) berücksichtigt.
- Die Parkplatzsituation (LKW, Ausflügler, zukünftige Anwohner) ist genauso wenig geklärt wie eine vernünftige Straßenführung nach Brubach - sollte das Baugebiet kommen.
- Die Gelder könnten SOFORT sinnvoll verwendet werden, wenn man sie in die Renovierung/Erneuerung vorhandener städtischer Wohnungen steckt (Mariahof, Burgunderviertel, Trier-West usw.)
Daher gibt es keine vernünftigen Gründe mehr, so "kurzfristig" den Ortseingang von Mariahof zu verschandeln, zumal eine dreigeschossige Bebauung an dieser Stelle dem Gedanken zur Gartenstadt eklatant widerspricht.

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Einen solchen Ortseingang braucht Mariahof. Noch dieses Jahr wird den Mariahofern der neueste Entwurf des FNP 2030 präsentiert werden, der eine Wohnbebauung für über 3.000 Menschen in Brubacher Hof ermöglichen wird.

Der Platz am denkmalgeschützten Gutshof, ist daher der ideale Ort, an dem sich die Menschen aus Mariahof, der Trebetastr. und dem neuen Brubacher Hof begegnen können. Diesen Platz mit seinen Qualitäten und Potentialen durch eine Beschluss, der in der Notphase des höchsten Flüchtlingsdruckes gefällt wurde, zu bebauen, ist an städteplanerischer Kurzsichtigkeit kaum zu überbieten. Der FNP 2030 wir ca. 700 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ermöglichen, da können die 33 am Gutshof geplanten Sozialwohnungen locker dorthin verlegt werden.

Alle, die derzeitigen Mariahofer, die Stadtverwaltung als Verkäufer der Baugrundstücke im neuen Baugebiet und die neuen Bewohner der Brubacher Flur, gewinnen, wenn am Gutshof Mariahof ein mit Bebauungsplan errichteter, attraktiver Ortseingang entsteht.

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Bei der Diskussion um die weitere Nutzung der Fläche am Hofgut sollte auch die Petition mit über 750 Unterstützungsunterschriften gegen eine Bebauung an dieser Stelle, die Anfang Mai an die Stadt übergeben wurde, berücksichtigt werden, ebenso wie eine weitere Petition mit derzeit über 900 Unterstützern.
Beide Petitionen richten sich nicht gegen sozialen Wohnungsbau per se in Mariahof sondern
gegen den geplanten Standort für diese Gebäude, der aus städtebaulicher Sicht denkbar ungeeignet ist.
Wenn es aufgrund der haushaltspolitischen Engpässe auch derzeit nicht möglich ist, einen dem o.g. Vorschlag entsprechenden Ortseingang zu verwirklichen, so sollte sich die Stadt dennoch nicht ohne Not diese Option mit Fakten - im wahrsten Sinne des Wortes – verbauen.
Punktuelle Lösungen ohne Berücksichtigung der zu erwartenden Gesamtentwicklung sind nicht zielführend.
Nachhaltige Stadtplanung erfordert neben Weitsicht eine umfassende Betrachtung, Beurteilung und Entwicklung eines Gesamtkonzeptes und letztlich auch Visionen!