Buskomfort und Buspreise

Bürgervorschlag

Wie wichtig für Trier?

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Zugegeben, ein häufiges Thema. Und trotzdem sollten wir nicht nachlassen, unsere Vertreterinnen und Vertreter im Rat zu bitten, sich stark zu machen für Verbesserungen im öffentlichen Busverkehr. Es ist ja nicht so, dass die Stadt nichts mit SWT zu tun hätte! Busfahren in Trier muss komfortabler werden:

Man braucht lange, um von A nach B zu kommen (Streckenführung teilweise nicht optimal, teilweise auch sehr verwirrend), es herrscht ein Tarif-Wirrwarr, in Stoßzeiten sollte man tunlichst die Busse meiden (um Leib und Leben muss man manchmal fürchten), beschwerliche Einstiegssituation durch suboptimal angebrachte Entwertungsapparaturen (häufig langer Rückstau durch teilweise nur schwer durchführbares Entwertungssystem), kein hinterer Einstieg möglich, mitunter Nichteinhalten von Abfahrtszeiten (zu früh und ohne dann zu warten).
Busfahren in Trier ist recht teuer. Wenn man sowieso ein Auto besitzt, rechnet sich eine Busfahrt sehr häufig nicht.

Die Stadt Luxemburg nimmt beispielsweise bewusst in Kauf, nur 30 von Hundert der Kosten für den öffentlichen Verkehr über die Fahrpreise zu erwirtschaften. Damit wird der Individualverkehr deutlich verringert, Lärm- und Luftverschmutzung deutlich verringert, Straßenbeläge und Nerven deutlich geschont, Bewirtschaftungskosten deutlich gesenkt. Zudem ist ein Ticket im ganzen Ländchen einsetzbar, es gibt diesen Tarif-Wirrwarr nicht.

Lassen Sie uns auch diesen Weg beschreiten. In Trier muss ein günstigerer Tarif gekoppelt werden mit unattraktiveren Rahmenbedingungen fürs Autofahren. Nur so und mit weiteren kreativen und alltagstauglichen Maßnahmen ist die beständige Busnutzung der Bürger zu entwickeln. Die Masse machts dann letztendlich.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich ein Auto besitze, aber auch seit Jahren Busticket-Besitzerin bin. Aber immer wieder (und immer häufiger) ist meine Überlegung, ob sich mein Busticket lohnt?

Der Vorschlag wird nach Abschluß der Onlinephase an die Stadtwerke weitergeleitet.

Die Möglichkeit der Einflußnahme durch die Stadt Trier auf Entscheidungen der Stadtwerke Trier ergeben sich nur über die Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrates in den jeweiligen Gremien.

Fortgang:  Top-Vorschläge
Verwaltung | Rat | Ortsbeirat
Rat stimmt zu, Dritte zuständig

Ergebnis Rat: 

Der Stadtrat setzt sich in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT) dafür ein, die Attraktivität des öffentlichen Busverkehrs weiter zu verbessern. Bei Entscheidungen über die Fahrpreise müssen allerdings die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt werden. Der Stadtrat setzt sich dafür ein, notwendigen Erhöhungen der Fahrpreise auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Verwaltungshinweis für den Rat: 

Bezüglich einer Verbesserung der Busverbindungen haben die Stadtwerke als Betreiber des Trierer Stadtbusnetzes zum kommenden Jahr bereits einige Ausweitungen des Angebotes beschlossen. Weitere Ideen zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes in Trier und im Umlandverkehr werden im Rahmen des Mobilitätskonzeptes Trier 2025 sowie in dem im kommenden Jahr zu erarbeitenden neuen Nahverkehrsplan diskutiert. Bezüglich der Fahrpreise ist festzustellen, dass hierfür die Verbandversammlung des VRT zuständig ist. Der Stadtrat setzt sich in der Verbandsversammlung des VRT dafür ein, die Erhöhungen der Fahrpreise auf ein Mindestmaß zu reduzieren

Verwaltung empfiehlt:  Stadt nicht unmittelbar zuständig
Ratsfraktionen

Fraktionskommentar der SPD

Die qualitative und quantitative Ausweitung des ÖPNV-Angebotes ist unser erklärtes Ziel. Wir waren in den Gremien der SWT immer der Auffassung, wenn das Angebot stimmt, ist auch die Auslastung höher. Allerdings können wir uns es auch nicht leisten auf eineigen Strecken heiße Luft zu transportieren. Zum neuen Fahrplan sind einige deutliche Verbesserungen im Liniennetz und der Taktung erkennbar.

Rainer Lehnart

Vollste Zustimmung

All die genannten Punkte bringen wir immer wieder bei SWT und VRT auf den Tisch. Wir haben berechnen lassen, was ein Monatsticket für 50 Euro uns an Fahrgästen und Kosten bzw. Einnahmen bringen würde. Leider sind diese Berechnungen immer so, dass am Ende ein Minus für die Unternehmen rauskommt. Das bedeutet, die Stadt müsste dann den Unternehmen die fehlenden Einnahmen ersetzen. Momentan geht das nicht, da ÖPNV als freiwillige Leistung zählt. Daher arbeiten wir daran, dass die Landesregierung die Gesetze ändert und einsieht, dass ÖPNV eine Pflicht der Kommunen ist und daher sehr wohl auch subventioniert werden darf. Was die Bemerkungen zum Komfort betrifft, da stimme ich Ihnen voll zu. Habe auch schon Beschwerden an SWT geschickt, leider bisher ohne jegliche Reaktion. Wir Busfahrenden müssten wohl mal gemeinsam aktiv werden, damit sich was ändert am ruppigen Fahrverhalten. Einige wenige Fahrer (und häufig die Fahrerinnnen) zeigen, dass man auch auf Triers Straßen bequem Bus fahren kann.
A. R.-M.

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