Ehemaliges Franzosenviertel nutzen oder verkaufen

Bürgervorschlag

Wie wichtig für Trier?

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Der Abzug der französischen Garnison und ihrer Angehörigen stand lange genug im Vorfeld fest. Umso ärgerlicher ist es, dass der komplette Bereich (Frankenstraße, Burgunderstraße) nun schon so lange leer steht und verfällt. Scheiben werden eingeschlagen und die Grünflächen wuchern vor sich hin.

Hier sollte die Stadt schnellstmöglich eine Lösung finden und das Gelände entweder selbst nutzen oder verkaufen. Betrachtet man die Grundstückspreise auf dem Petrisberg, so handelt es sich um ein großes ungenutztes Einnahmepotential.

Fortgang:  Rat prüft
Verwaltung | Rat | Ortsbeirat
Status Umsetzung: 
in Umsetzung
Umsetzung: 

Der Dezernatsausschuss IV hat in seiner Sitzung am 12.01.2012 das Baudezernat mit der Durchführung der frühzeitigen Bürgerbeteiligung beauftragt. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch hat in Form einer Infoveranstaltung am 15.02.2012 stattgefunden.

Ergebnis Rat: 

Der Verkauf des ehemaliges Franzosenviertels im Bereich Burgunderstraße ist bereits geplant. Ein von der Verwaltung erstellter Rahmenplan wird im Dezernatsausschuss IV Anfang 2012 vorgestellt.

Kommentar Ortsbeirat: 

Ortsbeirat Kürenz (Sitzung am 02.11.2011) Der Vorschlag macht deutlich, dass der Bürger die aktuelle Situation nicht kennt. Offenbar ist er nicht darüber informiert, dass bereits verschiedene Maßnahmen eingeleitet und Gremien mit der Umsetzung befasst sind. Im Ortsbeirat ist über den Sachstand informiert worden

Verwaltung empfiehlt:  bereits geplant
Ratsfraktionen

Fraktionskommentar der CDU

Die Burgunderstraße bietet mit ihren über 170 Wohneinheiten ein ideales Potenzial für Projekte generationsübergreifenden Wohnens. Die CDU-Fraktion hat sich zusammen mit dem Ortsvorsteher Bernd Michels schon frühzeitig mit einer Erschließung und potenziellen Nutzung im Sinne der Bürger befasst. Im Dezernat IV liegen bereits konkretere Planungen vor; jetzt müssen die Verhandlungen mit der BIMA vorangetrieben werden.

Fraktionskommentar der SPD

Bereits im September 2010 hat die SPD Fraktion den Stadtrat mit der Frage zur Zukunft des Burgunderviertels beschäftigt. Leider konnten wir damals keine Mehrheit für unseren Antrag finden (http://www.spd-trier.de/files/antrag-burgunderstr-02092010.pdf). Jedoch sind wir seitdem stetig dran, dieses Gelände schnellstmöglich entwickeln lassen zu können. Die SPD setzt sich für eine breit gefächerte Wohnbebauung im Bezug auf die Vielfältigkeit von Angeboten, Wohnstrukturen und Finanzmöglichkeiten ein. Dazu braucht es aus unserer Sicht einen regionalen Investor mit breitem Ansatz, der das Gelände von der BIMA kauft und mit der Stadt gemeinsam entwickelt. Auf Initiative der SPD wurde bereits ein erstes mögliches Konzept vorgestellt. Wir hoffen, dass wir in 2012 die entscheidenden Schritte tun können, um dieses Gelände entwickelt zu wissen.

Sven Teuber, SPD Fraktionsvorsitzender

Läuft bereits

und soweit die Entwicklung in die Zuständigkeit der Stadt fällt (Rahmenplanung) setzen wir uns auch bei diesem Baugebiet wieder dafür ein, dass ein Leben ohne eigenes Auto möglich sein muss. Das bedeutet, ÖPNV- und Raderschließung müssen berücksichtigt werden. Ebenso dezentrale Einrichtungen wie Kitas und Lebensmittelgeschäfte vor Ort.

Kommentare

3 Kommentare lesen

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gehört leider nicht der Stadt, sondern dem Bund. Die Stadt kann nur den Rahmen vorgeben (Stichwort Bebauungspläne). Es steht aber zu befürchten, das hier Investoren mal wieder ein abgeschottetes Wohnviertel entstehen lassen, welches für Otto-Normal-Verdiener unerschwinglich sein wird.
Ich persönlich Glaube, das das Fell des Bären schon vor dem Erlegen verteilt wurde.

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Die Stadt könnte aber trotzdem versuchen Druck auf die BIMA aus zu üben. Wenigstens Informationen wie weit Verhandlungen mit Investoren, ob es überhaupt welche gibt, usw.

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Mea culpa. Aber dann sollte Trier erst recht ein Interesse daran haben, dass der Bund die Sache etwas schneller angeht und entsprechend Druck ausüben. Wenn sich dort Menschen oder Geschäfte ansiedeln kann die Stadt wenigstens durch zusätzliche Bürger, Einnahmen, etc. davon profitieren.