Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im gesamten Stadtgebiet einführen

Wie wichtig für Trier?

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(wie in Freiburg)
Vorteile z.B. weniger Lärm- und Umweltbelastung, höhere Qualität des Stadtbesuchs für Touristen und Bewohner, höhere Sicherheit für Radfahrer (solange die Radwege noch nicht ausreichend ausgebaut sind), eventuell auch der Anreiz die Stadt mit ÖPNV oder Rad zu besuchen, da man mit dem PKW nicht schneller ist.

Redaktion
Hinweise der Redaktion:  Laut Straßenverkehrsordnung ist es derzeit noch nicht möglich, generell Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen auszuweisen. Entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkungen sind – neben Tempo-30-Zonen in Wohngebieten – nur im Einzelfall bei besonderen örtlichen Verhältnissen und Gefahrenlagen möglich. Es gibt aber Bestrebungen einzelner Städte, die STVO entsprechend zu ändern.

Kommentare

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Diese Idee unterstütze ich. Trier sollte sich an diesen Bestrebungen anderer Städte beteiligen!

Bin dafür, besonders mehr Radwege schaffen.

Wenn die Enge der Altstadt immer wieder als Argument gegen echte Radwege angeführt wird, sollte man wenigstens die vorhandenen Straßen für Radfahrende zumutbar machen. Flächendeckend Tempo 30 (und auch entsprechende Kontrollen!) wäre ein guter Ansatz.

schnell rein in die Stadt und schnell wieder raus

Solange es in Trier keine ausreichenden Radwege gibt, wird der Autoverkehr in der Innenstadt nicht signifikant abnehmen. Zumindest für "schwache Verkehrsteilnehmer" besteht dann immer eine besondere Gefahrenlage, weil Autofahrer den Mindestabstand beim Überholen nicht einhalten können oder wollen. Wenn jemand mit max. Tempo 30 hautnah an mir vorbeifährt fühlt es sich zumindest etwas weniger lebensbedrohend an.

Der Hinweis der Redaktion ist schlichtweg falsch und irreführend. Natürlich kann man generell Tempo 30 einführen.

Nach der Straßenverkehrsordnung beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für alle Kraftfahrzeuge innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/ h (§ 3 Abs. 3 Nr. 1 StVO).
Die neue Städteinitiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten – eine neue kommunale Initiative für stadtverträglicheren Verkehr" versucht dies zu ändern und „fordert den Bund auf, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kommunen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts anordnen können, wo sie es für notwendig halten“. Organisiert wird die Initiative von der Agora Verkehrswende mit Beteiligung des Deutschen Städtetages. (Quelle: https://www.staedtetag.de/themen/2021/lebenswerte-staedte-durch-angemess...)

Dieser Vorschlag ohne Differenzierung ist absurd. Viele neue Tempo-30-Zonen befinden sich in Bereichen dichterer Wohnbebauung und machen sehr viel Sinn, z. B. neuerdings Paulin- und Saarstraße. Nun jede Straße zur Tempo-30-Zone zu machen ist kontraproduktiv. Das Auto soll doch nach wie vor ein schnelleres Verkehrsmittel sein als Fahrrad oder Bus. So viel darf man dem Auto, bei allen Veränderungen, zugestehen.

Zumindest innerhalb des Alleenrings sollte Tempo 30 gelten.

Eigentlich eine gute Idee, die ich auch unterstütze. Als Anwohner einer Nebenstraße, die ich mir bewusst ausgesucht habe, sehe ich nur das Problem, dass sich der Verkehr zunehmend in diesen Bereich verlagert, wenn man auf den Hauptachsen nicht zügiger voran kommt. Konkret wäre es bei Tempo 30 Auf der Weismark schneller durch das nur für Anwohner freigegebene Wohngebiet abzukürzen. Kontrolle?

@Andi: tut mir herzlich leid, aber das Auto ist in sehr vielen Verkehrssituationen in Trier (wie auch in anderen Städten) kein schnelleres Verkehrsmittel als das Fahrrad. Das habe ich mit Verwandten schon des öfteren ausprobiert. Dafür brauche ich weder ein E-Fahrrad noch muss ich die Verkehrsregeln missachten. Ich komme nun mal besser an Staus vorbei und verbrauche keine Zeit für die Parkplatzsuche und den Fußweg. Die reine Fahrzeit beträgt auf dem Alleenring auch mit dem Fahrrad nur wenige Minuten. Wie oft bremsen wir mit dem Auto an roten Ampeln von 50 auf 0? Tempo 30 bedeutet unter anderem, dass andere Verkehrsteilnehmer leichter aus Nebenstraßen einbiegen können, der Verkehrsfluss wird besser, Ampelschaltungen sind schneller verzichtbar, weil die Unfallgefahr geringer wird, wenn jemand einbiegt.

Ist jemand der 30 km/h Befürworter schon mal mit 30 durch die Stadt gefahren und dabei nicht eingeschlafen?
Es gibt wenige Straßen wo das erforderlich wäre, und da ist es meist schon geregelt. Wichtiger fände ich,wenn wir mehr „grüne Wellen“ hätten,und längere Grün - Rotphasen, mit Anzeige der Dauer, dann würde es sich lohnen den Motor abzustellen. Für die Erhöhung des Verkehrsflusses, wäre die Wiedereinführung des „grünen Pfeils“ sinnvoll. Noch eins, ich wohne in einer verkehrsberuhigten Straße, die Geschwindigkeit beträgt keine 30 km/h, nein, sie beträgt Schrittgeschwindigkeit max. 7km/h. Ein Tipp für die Verkehrsüberwachung, hier gäbe es noch eine gute Einnahmequelle.

Die ganze Pariser Innenstadt ist 30er Zone, nur Trier schafft es nicht.