Fahrradweg Ostallee: Schutzstreifen für Radfahrer auf Fahrbahn markieren

Wie wichtig für Trier?

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In Richtung Hauptbahnhof könnte man den Gehweg so umbauen, dass Fußgänger und Fahrradfahrer ausreichend Platz hätten (Vorbild Roonstraße)... da aber größere Umbaumaßnahmen notwendig wären, schlage ich vor, einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn zu markieren. Autofahrer könnten diesen Platz verwenden, wenn kein Fahrradfahrer dort fährt. Das könnte ähnlich aussehen wie in der Metternichstraße.

Zwei Vorteile:
1. Kraftfahrzeuge würden mehr Rücksicht nehmen und wären aufmerksamer hinsichtlich Radfahrer in diesem Bereich.
2. Fahrradfahrer würden eher auf der Straße fahren, da sie sich dort sicherer fühlen und aufgrund der Markierung daran erinnert werden.

Sicherer also für Fußgänger und Radfahrer! Das ist auch eine gute Idee für die von sehr vielen Fahrradfahrern genutzte Saar- und Paulinstraße.

Verwaltungshinweis für den Rat: 

Die zur Verfügung stehenden Flächen reichen nicht aus, um eine solche Lösung unter Beibehaltung der (zur Abwicklung des Kfz-Verkehrsaufkommens notwendigen) zwei Fahrspuren pro Richtung umzusetzen. Die Markierung von Schutzstreifen wäre in der Ostallee nur möglich, wenn man auf einen Kfz-Fahrstreifen verzichten würde. Dies ist aber angesichts der Kfz-Verkehrsmengen derzeit nicht realistisch. Eine Verbreiterung der Fahrbahn, um zusätzlich einen Schutzstreifen anlegen zu können, würde massive Eingriffe in den Grünstreifen (inkl. Verlust zahlreicher großer Bäume) bedeuten. Aus diesem Grund wurde seitens der Verwaltung stets eine Führung des Radverkehrs im Grünstreifen als einzige Möglichkeit vorgesehen. Mit dem Bürgerentscheid zum Erhalt der Tankstelle ist diese Option nun leider für die nächsten Jahrzehnte verbaut.

Kommentare

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Ich finde in der Ostallee Richtung Bahnhof ist das Verkehrsaufkommen so groß, dass man sich es nicht traut mit dem Rad auf der Straße zu fahren, vor allem wenn man links abbiegen möchte auf die Theodor-Heuss-Allee. Ich plädiere für zwei Radwege. Einen ganz rechts zum Bahnhof führend und einen Fahrradstreifen auf der Fahrbahn für die Linksabbieger.

Sehe ich so wie die Vorrednerin. Wer traut sich als RadfahrerIn dort auf der Straße zu fahren? Wenn es nur eine Fahrbahnmarkierung gibt, ist es immer noch lebensgefährlich.

Gerade in Richtung HBf kann man doch als Radfahrer ganz gut mit den Autos mitschwimmen. Sinnvoller wäre ein separater (geschützt und abgetrennt) Radweg vom HBf in Richtung Süden.

Ich empfinde als Radfahrerin die sehr schmale Radmarkierung in der Metternichstraße nicht gerade als sicher. Die meisten Kraftfahrer passieren einen von hinten extrem nah ohne jeglichen Sicherheitsabstand, da sie sich nur an der Markierung orientieren. Außerdem wird dort gerne mal drauf gehalten, um schnell jemanden ein- oder aussteigen zu lassen oder ein Paket auszuliefern - als Radfahrer darf man dann drumrumkurven und bekommt von links oft nicht mal genug Platz für ein ordentliches Handzeichen...

Nein, ich kann mich bisher mit diesen Fahrbahnmarkierungen nicht wirklich anfreunden.

Besser als bisher. Durch die Tankstelle ist ja der Weg in der Mitte der Allee nicht gänzlich möglich.

Was ist Stand des Radwegebaus im Grünstreifen an der Blauen Lagune? Wenn ich mich richtig erinnere sollte der Aral Konzern statt der kompletten Entfernung Tankstelle bis 2017 wenigstens eine Radspur um die Tankstelle herum mit Anschluss an den Radweg zum Balduinsbrunnen und an den Fußgängerüberweg Mustorstraße/Gartenfeld bauen. Das wäre auch schön für Rad-Touristen die mit der Bahn anreisen und vom Bahnhof in die Innenstadt möchten.

Das Land(= Polizei) mal hart gegen die Gehwegradler vorgeht. Fußgänger gehen vor
Radlern. Die Regeln sind eindeutig und lassen keine Interpretationsspielraum zu.

@Treveris: die meisten Radfahrer sind froh, daß die Polizei ihnen nicht die letzte Chance nimmt, die Ostallee irgendwie zu passieren. Also:Gehweg befahren. An leider viele Radler: benutzt den Gehweg als GäSTE. Anständig, entspannt.
Radspur: gut von Gartenfeld bis Alleencenter. Aber dann ?
Tempo 30 ab dort bis zum Kreisel ??
Und die Hbf-Südrichtung - Lösung? Ist wohl auf 2033 vertagt.
Ende Pacht Tankstelle). Ab Gartenfeldkreuzung geht's ja durch den Palastgarten, später wohl auch entlang der Stadtmauer.

Radfahrer (über 10 Jahre) haben auf dem Gehweg nix zu suchen. Deswegen heißt es ja auch Gehweg und nicht Ich-hab-keinen-Bock-auf-Regeln-Weg. Wer Angst hat, auf der Straße zu fahren (Unfälle auf Straßen gibt es weniger als auf Gehwegen), der muss halt eben andere Wege nehmen oder absteigen.

Wo es keinen Radweg gibt, haben Radfahrer die Pflicht die Straße zu benutzen. Die notorischen Fußwegradler in dieser Stadt nerven massiv. Ich fahre sehr viel Fahrrad in Trier und immer auf der Straße. Wenn wir uns immer an den Rand drängen lassen, wird sich nie etwas ändern. Außerdem sagen alle Verkehrsexperten, dass Fahrräder eher mit Autos mitfließen sollten, als mit Fußgängern. Deshalb plädiere ich, wann immer es möglich ist, Fahrradstreifen auf der Fahrbahn anzulegen. Das Mitbenutzen von Fußwegen bringt nur unnötige Konflikte mit den schwächsten Verkehrsteilnehmern, zum Beispiel An der Porta oder auf dem Grünstreifen in der Nordallee, wo sehr viele Touristen rumlaufen.

Es ist schön, wenn es mutige Radfahrer gibt, die sich nicht an den Rand drängen lassen. Viele haben dafür aber weder den Mut noch die körperlichen Voraussetzungen. Gerade von älteren Radfahrern kann wohl kaum verlangt werden, dass sie mit den Autos auf der Ostallee "mitschwimmen", um ein Zeichen zu setzen. Das ist wirklich zu gefährlich. Wir brauchen Radwege.

@Thal: doch. Es wird zu Recht verlangt. In Trier passieren kaum Unfälle bei denen Radfahrer auf der Straße von KFZ touchiert werden. Aber viele bei denen Radfahrer auf Fußwegen Unfälle verursachen.

Es gibt die Möglichkeit durch den Alleenstreifen zu fahren - vom Bahnhof bis Gartenfeld und umgekehrt (an der Tanke kann man auf einer Seite entlang fahren!). Das ist den meisten Radfahrern wohl nur zu „umständlich". Dann lieber Fußgänger zur Seite drängen oder klingeln oder Unfallsituationen (viele Ausfahrten mit starker Frequentierung) provozieren. Kontrolle = fast null!

Ich fahre täglich auf der Ostallee morgens nach Norden und nachmittags nach Süden mit dem Fahrrad. Das Fahren auf dem Fußweg Richtung Bahnhof finde ich, wegen der Einmündungen und Fußgänger, fast genauso gefährlich, wie das fahren auf der Fahrbahn zwischen den Autos. Viele Autofahrer nutzen die Abschnitte zwischen den Ampeln Kaiserthermen/Gartenfeld/Balduinsbrunnen zum schnellen Fahren, nachdem sie an den Ampeln warten mussten. Als Radfahrer empfinde ich das schnelle Vorbeifahren als bedrohlich und wünsche mir eine, zumindest farblich abgetrennte, eigene Spur. Auf dieser Spur können Radfahrer, wie auch in der Roonstraße, am stehenden Autoverkehr bis zur Ampel vorfahren, um den Verkehr nicht noch mehr zu verlangsamen. Gerade am Morgen ist in der Ostallee ein hohes Aufkommen an Schülerinnen und Schülern, die zu den Innenstadtschulen wollen.