Dr. Heinz Kahn Straße

Dr. Heinz Kahn (*13.04.1922 in Hermeskeil - gestorben 09.02.2014 in Polch bei Koblenz) ist ein Holocausüberlebender, er gehört zu den Wiederbegründern der jüdischen Gemeinde Trier. Kahn hat viele Verdienste, so wurde er bei den Frankfurter Auschwitz-Prozessen als Zeuge gehört, weil er während seiner Zeit in Auschwitz Akten vor der Vernichtung bewahrt hat. Da die jetztige Hindenburgstraße zur Synagoge führt - würde die Umbenennung in Dr. Heinz Kahn Straße auch einen direkten räumlichen Bezug aufweisen. Er verlor seine Familie im Konzentrationslager Auschwitz, wo er als Pfleger, Häftlings­schreiber und Lagerläufer und schließlich im „Selektionskommando“ Auschwitz arbeiten musste. Dabei konnte er anderen Häftlingen helfen. Heinz Kahn erzählte in Schulen und öffentlichen Veranstaltungen als Zeitzeuge von der Verfolgung und auch vom Widerstand der Juden im Nationalsozialismus. Bei der Präsentation der Broschüre „Stolpersteine erzählen“ sprach er ein bewegendes Grußwort und hat auch die Verlegung von Stolpersteinen für Familienangehörige in Hermeskeil und Trier unterstützt. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit und Symbolfigur für das Überleben und den Widerstand gegen den Holocaust und die neue jüdische Gemeinde und Synagoge in Trier.
Weitere Informationen
Nachruf von Joachim Hennig http://mahnmal-koblenz.de
Grußwort in Trier 2008: www.agf-trier.de/content/mediathek-trier-der-ns-zeit
54-Minuten-Film zu ihm hier: www.wollheim-memorial.de/de/dr_heinz_kahn