Theodor-Groppe-Straße

Theodor Groppe wurde 1882 in Trier geboren und verstarb hier 1973. Als "schwarzer General" war er den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge, weil er sich als Soldat den christlichen Werten verpflichtet fühlte und danach auch im Dienst handelte. Leider ist dieser Sohn Triers noch nicht mit einer Straßenbenennung gewürdigt. Mit der Umbenennung der Hindenburgstraße in Theodor-Groppe-Straße bliebe die Straße nach einer historischen Persönlichkeit benannt, die aber, obwohl ebenfalls Soldat, dem Nationalsozialismus feindlich gegenüberstand. Besonders passend erscheint mir auch die geographische Nähe zur Synagoge in Trier, da Theodor Groppe in seiner Eigenschaft als Kommandeur der 214. Infanteriedivision im Saargebiet im Dezember 1939 antisemitische Ausschreitungen durch sein Eingreifen verhinderte. Eine kurze Biographie sowie weitere Literatur zu Theodor Groppe findet man in der Zeitschrift der katholischen Militärseelsorge "Kompass" vom September 2019.