Mehr Fahrradstraßen einrichten

Wie wichtig für Trier?

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Ebenso wie die Fußgängerzonen als primäres "Schutzgebiet" für Fußgänger und die schnellen Ring- und Hauptzufahrtsstraßen als primärer „Lebensraum“ für den PKW- und LKW-Verkehr sollte günstig durch Ausweisung von einer Vielzahl von Fahrradstraßen der Radverkehr endlich sicherer gemacht werden. Kosten: Ein paar Straßenmarkierungen und ein paar Straßenschilder.

Idealerweise sollte damit nicht nur Engel- und Eberhardstraße gemeint sein. Vielzahl bedeutet: Alles, was nicht Hauptverkehrsstraße ist und wo man drauf verzichten kann, 50 oder 70 km/h fahren zu müssen. Spielstraßen gibt es etliche, die ebenfalls niemanden stören; warum nicht mehr Fahrradstraßen?
Zusätzlich wäre es sinnvoll, die Einbahnstraßen, die für das Befahren durch Fahrräder in der entgegengesetzten Richtung freigegeben sind, auch in der Hauptrichtung zu kennzeichnen. Einige Autofahrer drängen Radler an den Rand, weil sie es nicht besser wissen und denken, der Radfahrer begehe eine Ordnungswidrigkeit.

Apropos Aufklärung: Viele Autofahrer halten sich beim Überholen nicht an den Sicherheitsabstand. Große Schilder mit entsprechenden Hinweisen und Aufklärung wären auf den „Schnellstraßen“ wie den Ringstraßen, Saar- und Paulinstraße sehr hilfreich.

Ein Konflikt zwischen PKW und Rad geht für den Radler eher mit schweren, wenn nicht gar tödlichen Konsequenzen aus, zusätzlicher Schutz wäre mit ein wenig Gestaltungsmut leicht zu bekommen.
Die Stadt sollte es wirklich ernst meinen mit der gebotenen Stärkung des Radverkehrs. Es geht hierbei nicht um die Ausschließlichkeit eines reinen Radweges, sondern um Primat und respektvolles Miteinander; Fußgänger und Autofahrer haben ihre Zonen, in denen primär auf sie Rücksicht genommen werden muss; Fahrradfahrer benötigen diese ebenfalls.

Verwaltungshinweis für den Rat: 

Dies entspricht vom Grundsatz her der vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Strategie im Rahmen des Mobilitätskonzeptes Trier 2025 sowie dem Radverkehrskonzept der Stadt Trier. Noch in 2018 wird die erste Fahrradstraße eingerichtet (Eberhardstraße usw.). Weitere befinden sich in der Vorbereitung / Prüfung.
Für Radfahrer geöffnete Einbahnstraße sind stets mit Zusatzschildern ausgestattet, die auch den Verkehrsteilnehmern in der Hauptrichtung deutlich machen, dass mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen ist. In einigen Fällen ist hier das bislang verwendete Zusatzschild durch ein anderes zu ersetzen.
Zudem sind auch verstärkt Aufklärungs- / Informations-Kampagnen vorgesehen.

Kommentare

4 Kommentare lesen

Ist so bereits om MoKo vorgesehen und in Umsetzung.
Also derzeit kein Thema für Bürgerhaushalt

Sinnloser Kommentar, wenn man sich das Anliegen genau durchliest. Wir wollen keine Konzepte für unsere Stadt mehr, wir wollen deren Durchführung für die Bürger!

"Konzept" - kann ich nicht finden, lieber GerneTrierer. Ansonsten:
einverstanden. Durchführung ! Da sind Sie ja einig mit Peekabooh. Es GIBT die genannten dringenden Bedarfe, deren Lösung für alle Verkehrteilnehmer hilfreich wäre. Und natürlich gibt es rechtliche Schwierigkeiten und Einschränkungen bei der Durchführung. Peekabooh - und andere - wären sicher glücklich, wenn es a) einfach b) verbessernd auch ohne krasse Abgrenzungen und c) billig ginge. Helfen wir ihm/ihr dabei ?

In der Tat gibt es das Konzept, und mir geht es in der Tat um die tatsächliche Durchführung. Wie heißt es so schön? "Wer etwas erreichen will, findet Wege, wer etwas vermeiden will, findet Gründe." Wir brauchen das jetzt und nicht erst in 7 Jahren.