Radverkehr sicherer und zügiger gestalten

Wie wichtig für Trier?

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Begonnene Radverkehrslösungen fortsetzen und zu einem Gesamtkonzept ausbauen. Dabei sind Lösungen zu bevorzugen, die den Radverkehr für die Autofahrer besser sichtbar machen und damit die Sicherheit für Radfahrer erhöhen, wie die Fahrradmarkierungen auf der Fahrbahn (z.B. Weberbach und Paulinstraße, sehr gut!) sowie für Radfahrer freigegebene und markierte Busspuren. Beides ist relativ kostengünstig realisierbar.

Alltagsradfahrer sind im Stadtverkehr bzgl. der Fahrgeschwindigkeit dem Autoverkehr näher als dem Fußgängerverkehr (bei der Durchschnittsgeschwindigkeit sogar schneller). Die großen Kreuzungen müssen von Radfahrern zügig und sicher gekreuzt werden können. Eine Zuordnung zum Fußgängerverkehr kostet viel Wartezeit und macht das Fahrrad als schnelle, umweltfreundliche Alternative zum Auto weniger attraktiv.

Eine zunehmende Verlagerung vom Auto- zum Radverkehr in der Stadt spart langfristig Geld (geringere Straßenbeanspruchung, weniger bewirtschafteter Parkraum erforderlich).

wird künftig umgesetzt
Umsetzung: 

Stand wie gehabt - Umsetzung erfolgt kontinuierlich

Ergebnis Rat: 

Der Stadtrat schließt sich der Stellungnahme der Verwaltung an und verweist darauf, dass die Radinfrastruktur auf der Grundlage des Radverkehrskonzept schrittweise weiter ausgebaut wird. Für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung des Fuß- und Radwegenetz werden im Doppelhaushalt 2019/20 insgesamt 150.000 Euro zusätzlich bereitgestellt. Davon entfallen 50.000 Euro auf das Jahr 2019 und 100.000 Euro auf 2020.

Verwaltungshinweis für den Rat: 

Die Radverkehrsinfrastruktur (Radwege, Radfahrstreifen, Schutzstreifen usw.) wird auf Grundlage des Radverkehrskonzeptes im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel sukzessive zu einem zusammenhängenden Netz ausgebaut. Hierzu gehören neben Neuanlagen auch Ausbau- und Optimierungsmaßnahmen sowie reine Markierungsmaßnahmen und innovative Lösungen, wie Fahrradstraßen, geöffnete Einbahnstraßen, freigegebene Busspuren und Piktogrammketten. Auch die Ampelschaltungen werden im Rahmen des Möglichen (Berücksichtigung auch der Interessen der anderen Verkehrsteilnehmer, insb. Fußgänger, Busbeschleunigung usw.) auf die Belange des Radverkehrs hin optimiert (zuletzt in 2017/18: Knotenpunkte entlang der Südallee).

Verwaltung empfiehlt:  wird künftig umgesetzt

Kommentare

7 Kommentare lesen

Bereits vom Stadtrat beschlossen und in Umsetzung. Nennt sich Mobilitätskonzept 2025.
Von daher kein Thema für den Bürgerhaushalt (mehr)

"Konzept" ist leider nicht gleichzusetzen mit "Umsetzung"

Bitte besonders die Rad-Anbindung von Trier West/Euren berücksichtigen. Hier fehlen sichere Radwege, die Nutzung der Konrad-Adenauer Brücke bei Dunkelheit ist einsamen Radfahrerinnen auch nicht zu empfehlen.

Ich habe trotz eifrigen Suchens vom Fahrrad aus noch keine Umsetzungsspuren des "Mobilitätskonzepts 2025" entdecken können. Im Sinne einer konstruktiven Bürgerbeteiligung halte ich es sehr wohl für geboten, das Thema Radverkehr erneut und immer wieder vorzubringen, solange entschiedene Verbesserungen zu vermissen sind. Solange aus der Beschlusslage noch keine Konkretisierung geworden ist, gehört das Thema in den Bürgerhaushalt!

Ich als Radfahrer denke mir bei meinen Touren, dass Trier 2000 Jahre Zeit hatte, überall Radwege zu bauen. Der Haken ist nur, dass es damals keine Radwege gab. Aber zum Beispiel in Neukürenz, beziehungsweise auf dem Petrisberg, wenn man von der Kohlenstraße Richtung Robert-Schuhmann Allee, hätte man bestimmt ein Fahrradweg anbringen können.

Ich freue mich wenn das Konzept vom Stadtrat schon beschlossen ist. Eine erneute Aufnahme in den Bürgerhaushalt halte ich trotzdem für richtig, lautet die Überschrift doch: "wie wichtig ist das für Trier", das Ganze soll doch auch ein Stimmungsbild der Bevölkerung wiedergeben.

Der Fahrradverkehr muss in der Innenstadt Vorfahrt vor dem Autoverkehr haben.