335 Zebrastreifen-Kommentare - Bilanz der Bürgerbeteiligung zu den Trierer Fußgängerüberwegen

Eine rege und weit überwiegend sachliche Debatte entwickelte sich in den vergangenen Wochen zum Thema Fußgängerüberwege auf der städtischen Mitmach-Plattform im Internet. Insgesamt wurden 335 Kommentare zu 105 verschiedenen Zebrastreifen abgegeben. Ein Brennpunkt befindet sich an der Konstantin-Basilika.

Die beiden Zebrastreifen, die den touristisch interessanten Basilika-Vorplatz mit der Konstantinstraße verbinden, sind wahrscheinlich die am stärksten frequentierten in Trier und wurden im Rahmen der Bürgerbeteiligung auch besonders intensiv diskutiert. In der Nähe befinden sich Bushaltestellen und ein öffentlicher Parkplatz, so dass hier viele Verkehrsteilnehmer aufeinandertreffen. Die Stadt will die beiden Zebrastreifen entfernen und stattdessen den gesamten Konstantinplatz in eine verkehrsberuhigte Zone mit Tempo 20 umwandeln. Dazu gab es seitens der Bürgerinnen und Bürger Zustimmung, aber auch Kritik. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, wegen der Sicherheitsbedürfnisse von Sehbehinderten und mit Hinweis auf die nahe gelegene Kita Wichernhaus wurde für einen Erhalt der Fußgängerüberwege plädiert.
Von den insgesamt 235 Zebrastreifen in Trier entspricht ein großer Anteil nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen in puncto Beleuchtung und Beschilderung. Nach jetzigem Stand sollen 98 nachgerüstet werden, 27 durch eine Alternative ersetzt und 26 entfernt werden. Das Tiefbauamt wird sich nun eingehend mit allen Eingaben beschäftigen, sie unter www.trier-mitgestalten.de öffentlich kommentieren und in die endgültige Entscheidung einfließen lassen. Baudezernent Andreas Ludwig zeigte sich mit dem Ablauf dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung zufrieden: „Wir haben mehr Zustimmung erhalten, als erwartet. Es gab viele sachliche Kommentare und Hinweise, mit denen wir uns offen auseinandersetzen.“