Stadtrat beschließt Flächennutzungsplan Trier 2030

(kig) Der Trierer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 19. Juni den Feststellungsbeschluss für den Flächennutzungsplan Trier 2030 getroffen. Das Votum markiert das Ende eines knapp 14-jährigen Verfahrens, das im Oktober 2004 mit dem Aufstellungsbeschluss begonnen hatte. Der bisher rechtsgültige Flächennutzungsplan stammt aus dem Jahr 1982 und musste inzwischen vielfach abgeändert werden.

Als grundlegendes Instrument der Bauleitplanung gilt der Flächennutzungsplan (FNP) für das gesamte, 117 Quadratkilometer umfassende Stadtgebiet und definiert, welchen Raum die Stadt den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Bewohner einräumt, also dem Wohnen, Handel und Gewerbe, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, Freizeit und Erholung. Der FNP legt jedoch keine Details einzelner Bauprojekte fest, sondern bietet lediglich einen Orientierungsrahmen für die konkrete Bauleitplanung, die später in Form von Bebauungsplänen erfolgt.

Ausgehend von einer prognostizierten Einwohnerzahl von 112.400 im Jahr 2030 weist der FNP 111 Hektar neues Wohnbauland in 21 reinen Wohngebieten und zwei Mischgebieten aus. Außerdem enthält der FNP knapp 40 Hektar an neuen Gewerbeflächen. Einschließlich der Straßen und Schienenwege beträgt der Anteil der Siedlungsflächen am gesamten Stadtgebiet 26 Prozent.

In den zurückliegenden Jahren wurde der Planentwurf nicht nur in zahlreichen Stadtrats-, Ausschuss- und Ortsbeiratssitzungen beraten, sondern auch in mehreren Bürgerinformationsveranstaltungen zur Diskussion gestellt. Die vier Phasen der Beteiligung und öffentlichen Auslegung nutzten mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger für Stellungnahmen und Eingaben zu dem kommunalpolitischen Gemeinschaftswerk. Bei der letzten Abstimmung im Stadtrat votierten 33 Ratsmitglieder für und 19 gegen den Flächennutzungsplan, es gab eine Stimmenthaltung. Damit wurde auch die Ausweisung des kontrovers diskutierten Wohnbaugebiets Brubacher Hof beschlossen.

Mit dem Beschluss des Stadtrats ist der neue Flächennutzungsplan noch nicht rechtskräftig. Als nächster Schritt steht nun die Genehmigung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord an. Für den Genehmigungsantrag muss die Stadt zunächst alle relevanten Unterlagen des bisherigen Verfahrens aufbereiten. Die anschließende Prüfung und Genehmigung durch die Landesbehörde wird mehrere Monate dauern.

Alle Plandokumente und Informationen zum Ablauf des Verfahrens können im städtischen Internetportal (www.trier.de/bauleitplanung bzw. Suchbegriff „Flächennutzungsplan“) abgerufen werden