Bürgerbegehung erkundet Sicherheitsgefühl im Palastgarten

Mit einem Logo wirbt der Kriminalpräventive Rat für seine Projekte.

Eine lebendige, moderne Demokratie beteiligt ihre Bürgerinnen und Bürger. Oft reichen die parlamentarischen Prozesse politischer Willensbildung und Entscheidungsfindung sowie Wahlen aber nur bedingt aus, um die Demokratie bürgernah zu gestalten. Die Bürgerinnen und Bürger wollen sich direkt in die Politik einbringen, sie selbst gestalten und sich persönlich engagieren. Es bedarf ergänzender Möglichkeiten, wie beispielsweise einer Art Bürgerforum mit Verantwortlichen aus Verwaltung und Polizei.

Unter dem neuen Leitsatz „DU.WIR. TRIER“ des Kriminalpräventiven Rates (KPR) der Stadt Trier bereitet ein Planungsteam der Stadtverwaltung und der Polizei ein solches Beteiligungsverfahren vor. Am 24. März möchte der KPR interessierte Bürgerinnen und Bürger mit einer Ortsbegehung im Palastgarten teilhaben lassen. Mit dabei sind die KPR-Vorsitzenden, Bürgermeisterin Elvira Garbes und Polizeipräsident Friedel Durben. Das Motto der Ortsbegehung an einem der schönsten Plätze der Stadt lautet: „Gemeinsam mit Ihnen möchten wir etwas bewegen – dazu brauchen wir Ihre Meinung und Ihre Ideen!“ Ziel ist eine gemeinsame Analyse des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum Palastgarten. Im Fokus stehen die Wahrnehmungen der Bürgerinnen und Bürger, die diesen Park nutzen.

Unabhängig von der tatsächlichen, objektiven Kriminalitätsbelastung fühlen sich viele Menschen in öffentlichen Parks und Gärten unsicher. So können beispielsweise die Aufenthaltsqualität im Palastgarten, die Sauberkeit oder subjektiv unerwünschte Verhaltensweisen Auswirkungen das subjektive Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Die Ortsbegehung beginnt am Donnerstag, 24. März, 19 Uhr, und liegt bewusst in der Dämmerung während der Abendstunden. Treffpunkt ist der Platz vor dem Café „Zeitsprung“ am Landesmuseum.

Nach einer kurzen Begrüßung teilen die Organisatoren die Mitwirkenden in Gruppen ein, die sich auf den Weg durch den Palastgarten machen, sich austauschen und achtgeben. Ihre Vorschläge zu Veränderungen und Optimierungen sollen sie in Übersichtskarten eintragen. Auf Wunsch werden die Gruppen von Mitarbeitenden der Stadt oder der Polizei begleitet, die als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Nach etwa einer Stunde tragen die Gruppen ihre Ergebnisse vor dem Café zusammen und stellen diese dann vor. Bei schlechtem Wetter stehen Räume im Café zur Verfügung. Für die Teilnehmenden der Begehung gelten mit Blick auf Corona die 3G-Regeln.

Zur Planungssicherheit bittet der KPR Interessierte, sich vorher unter dem Link https://eveeno.com/347666598 anzumelden. Menschen ohne Internetanschluss können sich auch unter der Rufnummer 0651/718-2584 anmelden. Es stehen etwa 60 Plätze zur Verfügung. Die Ergebnisse der Begehung werden im KPR ausgewertet, zeitnah veröffentlicht und, soweit möglich, die Tat umgesetzt.