Trierer Rede 2022: Vorschläge gesucht

(gut) Im Jahr 2018 würdigte die Stadt Trier den 200. Geburtstag von Karl Marx mit einem vielfältigen Jubiläums- und Veranstaltungsprogramm, das weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlte und international Beachtung fand. Um die vielfältigen Diskurse und Perspektiven, die in diesem Jahr zu Karl Marx entstanden sind, weiterzuführen und im städtischen Bewusstsein aufrechtzuhalten, findet seit dem Jubiläumsjahr die „Trierer Rede“ statt – ein Festvortrag am 5. Mai, dem Geburtsdatum des kritischen Denkers.
Die Referierenden für die „Trierer Rede“ wurden in den vergangenen Jahren von einer Fachjury ausgewählt. Im nächsten Jahr wird dieses Auswahlverfahren auf Initiative von Kulturdezernent Markus Nöhl für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet: „Karl Marx hat sich als Ökonom und Philosoph mit Themen auseinandergesetzt, die uns alle bis heute tagtäglich beschäftigen: Arbeit, Wirtschaft, Geld, Ungleichheit, gesellschaftliches Zusammenleben. Die 'Trierer Rede' greift diese universelle Grundhaltung auf und lädt renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft nach Trier ein, einen frei gewählten Vortrag zu einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema zu halten. Aus diesem Grund lade ich alle Triererinnen und Trier ein, sich an dem Auswahlprozess zu beteiligen. Senden Sie uns Vorschläge, wer die Trierer Rede im Jahr 2022 halten könnte“, so Nöhl.
Vorschläge können bis zum 26. November per E-Mail an das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz (stadtkultur@trier.de) gesendet werden. Die Nachricht soll neben dem Namen und der Position der vorgeschlagenen Person auch eine kurze Begründung enthalten, warum er oder sie die „Trierer Rede“ im kommenden Jahr halten soll.
Die Auswahl wird weiterhin von einer Fachjury getroffen, die aus Prof. Dr. Marina Münkler, Prof. Dr. Lutz Rapahel sowie Kulturdezernent Markus Nöhl besteht.
Die „Trierer Rede“ fand bereits zwei Mal statt. 2020 wurde sie aufgrund der noch jungen Corona-Pandemie abgesagt. Am 5. Mai 2019 referierte Prof. Lutz Raphael zum Thema „Von der Revolution zur Routine? 100 Jahre Demokratie in Deutschland“, 2021 sprach Professor Marina Münkler unter dem Titel „Wie Demokratien gefährdet werden. Die Sozialen Medien und die Logik der Herabsetzung.