Umsetzung des urbanen Sicherheitskonzeptes in zehn Schritten

Eine Autofahrt vom Platz Am Breitenstein (Foto) auf den Domfreihof soll künftig durch dauerhafte Barrieren verhindert werden.

Der Domfreihof ist die erste von insgesamt zehn Zonen, in der das urbane Sicherheitskonzept umgesetzt werden soll. Baudezernent Andreas Ludwig gab im Stadtrat einen ambitionierten Zeitplan vor: „Unser Ziel ist es, dass wir bis Anfang Dezember, also bis zum Weihnachtsmarkt, hier etwas vorzeigen können." Die Zone 3 mit dem Domfreihof umfasst auch die Liebfrauenstraße, An der Meerkatz, Sieh um Dich und einen Teil der Windstraße. Insgesamt sind in diesem Gebiet fünf unterschiedliche Barrieren geplant:

Die Ein - und Ausfahrt in die Zone erfolgt über die Straße An der Meerkatz. Die Barriere, die an der Ecke zur Mustorstraße errichtet werden soll, muss versenkbare Elemente enthalten.
Eine weitere versenkbare Polleranlage ist in der Liebfrauenstraße vorgesehen. Diese soll mit Hochsicherheitsstandard ausgeführt werden und dient in erster Linie dem zusätzlichen Schutz von Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt und dem Altstadtfest. Die bisher zu den Veranstaltungen temporär installierten und unattraktiven Betonpoller werden damit nicht mehr benötigt.
Die Blockaden in der Windstraße (versenkbar/demontierbar) und am Übergang der Liebfrauenstraße (dauerhaft) auf dem Platz Am Breitenstein dienen der Abgrenzung zu den benachbarten Zonen 4 und 5.
Eine weitere dauerhafte Blockade für Autos ist für den schmalen Zugang zum Domfreihof aus Richtung Rindertanzstraße über Sieh Um Dich vorgesehen.
Die Kosten für dieses Projekt werden mit 750.000 Euro veranschlagt, wobei die Stadt mit einem Zuschuss von gut 500.000 Euro aus dem Landesprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne" rechnet.

Der Stadtrat traf den Baubeschluss für das Pollerkonzept rund um den Domfreihof mit 53 Ja- gegen drei Nein-Stimmen. Das gleiche Ergebnis hatte es zuvor schon bei der Abstimmung über das urbane Sicherheitskonzept insgesamt gegeben.

In der Debatte gab es aus fast allen Fraktionen Lob für das Großprojekt, das die Fußgängerzone ruhiger und sicherer machen soll. Immer wieder wurde an die Amokfahrt vom Dezember 2020 erinnert, die zur Weiterentwicklung des Konzepts geführt habe. Angemahnt wurde, dass die Umsetzung mit der Attraktivität der Fußgängerzone in Einklang stehen müsse und dass sich die einzelnen Barrieren optisch möglichst gut einfügen sollen. Vor der Umsetzung des Konzepts in den einzelnen Zonen gebe es noch viele Einzelheiten zu besprechen.