Poller sorgen für lebhafte Debatte im Seniorenbeirat

(pe) In der ersten Arbeitssitzung des Seniorenbeirats in seiner zweiten Amtsperiode zeichneten sich Schwerpunkte ab, die teilweise auch mit den schon bestehenden oder noch geplanten Arbeitsgruppen zusammenhängen. Unter Leitung des Vorsitzenden Hubert Weis debattierten die Mitglieder und viele Stellvertreter unter anderem über den Themenkomplexe Bauen und Verkehr. Intensiven Diskussionsstoff boten nicht zuletzt die städtischen Vorschläge zur Aufstellung von Pollern in der Innenstadt, bei der die Beteiligungsfrist am Montag, 17. Februar, endet.

Dabei ging es vor allem um Zugangsberichtigungen für Pflegedienste und für Angebote für „Essen auf Rädern“, aber auch die Erreichbarkeit von Arztpraxen für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer, die auf ein Auto angewiesen sind. Andere äußerten die Befürchtung, dass es beim Einsatz von Rettungsfahrzeugen durch das erforderliche Herunterfahren der Poller zu gefährlichen Verzögerungen kommen könnte. Viele Senioren wollen noch kurzfristig ihre Anregungen bei der Bürgerbeteiligung auf der städtischen Internetseite www.trier-mitgestalten.de/poller äußern. Zudem wurde angeregt, eine Liste mit Fragen an das beim Poller-Projekt federführende städtische Baudezernat zu schicken.

Mit den öffentlichen Toiletten beschäftigte ein weiteres Bauthema den Beirat. Behindertenbeauftragter Gerd Dahm informierte das Gremium zum aktuellen Stand bei der schon seit längerem diskutierten barrierefreien öffentlichen Toilette im Brunnenhof. Der Seniorenbeirat greift außerdem eine Initiative seines Vorläufers auf, sich an der schon in einigen Städten praktizierten Initiative „Nette Toilette“ zu beteiligen. Händler und Gastronomen stellen ihre WC‘s zur kostenlosen öffentlichen Nutzung bereit und erhalten von der Kommune eine Aufwandsentschädigung. Zu diesem Thema hat sich der Seniorenbeirat mit der Trierer City-Initiative in Verbindung gesetzt.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war das Thema Sicherheit: Mehrere Beiratsmitglieder begrüßten, dass durch den jüngsten Stadtratsbeschluss ein Konzept für eine verbesserte Beleuchtung im Palastgarten und in anderen abendlichen Unsicherheitszonen in Angriff genommen wird. Mehrfach wurde auch darauf hingewiesen, dass sich viele ältere Menschen unwohl fühlen, wenn sie aus dem Theater oder dem Konzert kommen und längere Zeit auf den Bus für die Heimfahrt warten müssen. Für ihre Wahlperiode bis 2024 nahmen sich die Beiratsmitglieder vor, sich um eine möglichst frühe Einbeziehung in die Beratungsprozesse für städtische Beschlussvorlagen zu bemühen.