Trier will „Hauptstadt des Fairen Handels“ werden

(gut) Die Stadt Trier beteiligt sich zum siebten Mal am bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Der Wettbewerb wird seit 2003 alle zwei Jahre von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global ausgeschrieben und vom Bundesentwicklungsministerium gefördert. Für die fünf bestplatzierten Städte winkt ein Preisgeld in Höhe von 200.000 Euro. Zusätzlich gibt es fünf Sonderpreise in Höhe von 10.000 Euro. Beim Wettbewerb 2017 wurde Trier mit dem vierten Platz und einem Preisgeld von 20.000 Euro ausgezeichnet.

Für den diesjährigen Wettbewerb hat eine Arbeitsgruppe aus dem Verein Lokale Agenda 21 und Stadtverwaltung 40 Projekte ausgewählt, zu denen von der Verwaltung die Projektskizzen mit dem dazugehörigen Anschauungsmaterial eingereicht wurden.

Neben den auch schon bei der erfolgreichen Bewerbung 2017 eingereichten Klassikern, wie dem Zukunftsdiplom für Kinder oder dem Weltbürgerfrühstück, wurden zahlreiche neue Projekte ausgewählt, die das hohe Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadt für den fairen Handel verdeutlichen. Besonders hervorzuheben sind der bundesweit erste „Aktionsplan Entwicklungspolitik“, den die Stadt im März zur kommunalen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht hat oder die „Fair-Führungen“, ein Angebot der Moselmohikaner Tourismus GbR für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie für die zahleichen Gäste der Stadt Trier. Im Unterschied zu den konsumkritischen Stadtrundgängen, wie sie auch in anderen Städten angeboten werden, wird dabei in Trier die Geschichte der 2000 Jahre alten Stadt mit den Aspekten eines „fairen“ Lebenswandels kombiniert.

Toni Loosen-Bach, Ansprechpartner für die Fairtrade-Stadt Trier, der die Bewerbungsunterlagen zusammengestellt hat, ist zuversichtlich, dass das große Engagement der Trierer Bürgerinnen und Bürger auch in diesem Jahr durch die Vergabe eines Preises im Rahmen des Wettbewerbs