Bürgerinformation über zusätzlichen Parkplatz auf dem Petrisberg

Quelle: Stadtplanungsamt

(pe) Im Wissenschaftspark auf dem Petrisberg und in angrenzenden Wohngebieten häufen sich seit 2015 Beschwerden über den Parkplatzmangel. Hauptgrund ist die Ansiedlung zahlreicher Dienstleister, vor allem Kliniken und Arztpraxen, bei denen wochentags viele Kunden und Patienten vorbekommen. Zudem werden Parkplätze durch die Mitarbeiter belegt und immer wieder Wohnmobile dort abgestellt. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. Das Stadtplanungsamt hat ein Konzept für eine zusätzliche Parkplatzanlage entwickelt, auf dessen Grundlage das Bebauungsplanverfahren mit einer Bürgerinformation am Donnerstag, 20. September, 19 Uhr, Seminarraum 13 des Wissenschaftsparks (über dem Restaurant Monte Petris) beginnt.

Im Bauausschuss wurde das Konzept am Mittwoch vorgestellt. Es sieht vor, in der Randlage zur Krone Belvedere hinter dem orangen und gelben Gebäude im Wissenschaftspark eine Anlage mit zunächst 96 Plätzen anzulegen, die in einem zweiten Abschnitt auf insgesamt 192 erweitert werden kann. Dieser Teil könnte benötigt werden, wenn neben den bestehenden Kleingärten weitere als Ersatz für die Anlagen entstehen, die am Grüneberg wegen des geplanten Straßenbaus wegfallen. Zudem gibt es nach Aussage von Iris Wiemann-Enkler, Leiterin des Stadtplanungsamts, Flächenreserven zur Neuanlage weiterer Kleingärten, denn derzeit gibt es im Stadtgebiet einen Nachholbedarf. Diese Regelungen sind im künftigen Flächennutzungsplan enthalten. Viele Besitzer von Kleingärten kommen im Auto zur Anlage und benötigen einen Parkplatz.

Der neue Parkplatz wird über einen vorhandenen Fahrweg von der Robert-Schuman-Allee erschlossen. Das Konzept sieht außerdem eine Gliederung der Fläche durch eine Begrünung sowie eine Verbindung zu dem Fußweg an der Talkante Richtung Aveler Tal vor. Ob und wann der zweite Teil des Parkplatzes gebaut wird, hängt nach Aussage von Wiemann-Enkler nicht zuletzt davon ab, wie und wann weiterer Bedarf entsteht. Die Prüfung dieser Frage sowie der Betrieb der Anlage sind Elemente des weiteren Verfahrens.

Seit Mitte der 2000er Jahre haben sich auf dem früheren Landesgartenschaugelände rund 175 Firmen mit etwa 1200 Arbeitsplätzen angesiedelt. Die Parkplatznot hat sich auch dadurch verschärft, dass die Flächen im öffentlichen Raum nicht bewirtschaftet sind und somit keine Zahlungspflicht besteht. Gleichzeitig gibt es bei einigen Parkplätzen in Privateigentum eine Zufahrtsregulierung durch Schranken. Um das Problem zu lösen, wurden mehrere Optionen unter die Lupe genommen, die sich aber nicht als wirtschaftlich herausstellten, darunter ein zahlungspflichtiges Parkdeck im Wissenschaftspark und ein subventioniertes Busticket für die Verbindung von den Parkplätzen am Geo-Campus zum Wissenschaftspark.

Danach wurden drei Varianten im Detail geprüft, unter denen sich die Fläche an der Randlage zur Krone Belvedere nordöstlich des Wissenschaftsparks nach Einschätzung des Planungsamts als beste Option herausstellte. Im Oktober 2017 informierte Oberbürgermeister Wolfram Leibe die im Wissenschaftspark ansässigen Firmen über die Planungen und der Ortsbeirat Kürenz befasste sich mit dem Konzept.

Der weitere Zeitplan nach der Bürgerinformation sieht eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden vom 21. September bis 22. Oktober vor. In dieser Zeit können auch Stellungnahmen im Internet (www.trier.de/bauleitplanung) abgegeben werden. Nächster Schritt ist im Frühjahr 2019 die Auslegung des Bebauungsplans „BU 25-1 Stellplatzanlage Wissenschaftspark Petrisberg“ und der damit verbundenen Änderung des Flächennutzungsplans. Der förmliche Satzungs- und Feststellungsbeschluss soll im nächsten Sommer folgen. Der Start der Bauarbeiten ist nach dem Abschluss dieser Phase vorgesehen. Wenn die Anlage fertig ist, sollen alle Parkplätze im Wissenschaftspark bewirtschaftet werden.