Stadt am Fluss - Pferdemosel

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Sehr geehrte Damen und Herren,
selten verirre ich mich als Einwohner der Stadt Trier an den Trierer Teil der Mosel, obwohl oder weil ich Natur sehr mag. Neulich habe ich mir aber doch auf dem Radweg eine paar Speichen meines Rennrades auf dem historischen Römerpflaster vor dem alten Krahn brechen wollen und da fiel sie mir in den Blick: die Pferdemosel. Ich weiß, dass es in Trier nie ein Konzept gab (und wenn es es doch geben sollte, ist es mindestens genauso inkonsequent und hoffnungslos wie das Radwegekonzept), die landschaftliche Schönheit der Mosel für Bewohner und Touristen zu betonen, aber für die Pferdemosel-Insel frage ich mich doch hoffentlich nicht allein, warum diese Insel - früher ein Zeltplatz! - verwildert und nicht in ein begehbares, attraktives, in die Stadt integriertes Naherholungsgebiet verwandelt wird. Angst vor einem zweiten Palastgarten inklusive dem dort überdurchschnittlich oft anzutreffenden Müll-Pöbel? Warum geht da niemand mal mit dem Mähdrescher drüber, gestaltet ein paar Sitzmöglichkeiten und baut eine Brücke zum Ufer? So leicht und so schön könnte es sein - eine erste Brücke hin zu einer echten Stadt am Fluss. Dafür braucht es nicht mal eine weitere 50.000-€-Projektstudie, die dann doch nur in einer Behördenschublade auf Nimmerwiedersehen landet.