Altes Eisenbahnausbesserungswerk nutzen!

(teilweise) umgesetzt

Die Lockrichthalle des alten Eisenbahn-Ausbesserungswerks in Trier West ist ein sehr schöner Ort mit einer Atmosphäre vergleichbar mit der des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, nur eben in kleiner. Die Halle mit dem Charme sollte in jedem Fall erhalten bleiben, auch mit einigen der Elemente aus der Zeit, als in der Halle gearbeitet wurde.
Die Stadt könnte die Halle von Herrn Knaf zurück kaufen oder ihn davon überzeugen / dabei unterstützen, die Halle zum Beispiel wie unten beschrieben zu nutzen.

Kann man hier nicht zum Beispiel gut einen zweiten Spielort und Probebühne des Theaters etablieren und andere Kulturveranstaltungen hier stattfinden lassen? Das würde das Umfeld / Trier West deutlich aufwerten!

Klar, so was kostet sehr viel Geld, aber dafür kann man auch Fördermittel beantragen, zum Beispiel bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Mittel zum Schutz des wertvollen Kulturgutes (Förderthema 13: Bewahrung und Sicherung national wertvoller Kulturgüter vor schädlichen Umwelteinflüssen, https://www.dbu.de/2659.html) oder andere Förderprogramme, zum Beispiel aus dem Förderprogramm soziale Stadt, denn dadurch würde der gesamte Stadtteil aufgewertet!
Auch der jetzige Eigentümer, Herr Knaf, solte von so einer Nutzung zu überzeugen sein!

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Der Stadtrat hat sich in den vergangen Jahren immer wieder mit dem Ausbesserungswerk in Trier–West befasst und dabei die Voraussetzungen für eine Aufwertung des gesamten Bereiches geschaffen.
• So hat der Stadtrat bereits am 11.05.2010 mit dem Masterplan Trier-West für den Stadtteil ein räumliches Entwicklungskonzept verabschiedet (Vorlage 023/2010).
• 2011 wurde das „Integrierte Handlungskonzept“ als Arbeitshandbuch zur Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Untersuchungen und zur Abgrenzung von Maßnahmengebieten des Städtebaurechts in Trier-West aufgestellt. Hieraus abgeleitet wurden auch die Flächen des Eisenbahn-Ausbesserungswerks erneut betrachtet. Mit Betriebsaufgaben auch auf benachbarten gewerblich genutzten Flächen und ausgelöst durch übergeordnete Erschließungsüberlegungen für den Stadtteil, konnten neue städtebauliche Perspektiven für die ehemaligen Eisenbahnflächen entwickelt werden.
• Am 27.03.2012 beschloss der Stadtrat für den Bereich des Bahnausbesserungswerks ein „Sanierungsgebiet im vereinfachten Verfahren - Bahnausbesserungswerk/ Bobinet“ (Vorlage 078/2012), da die städtebauliche Entwicklung dieses Bereichs als Schlüsselprojekt für den „Stadtumbau Trier-West“ gilt.
• Mit dem Beschluss des Bebauungsplans BW 61-1 „Eurener Straße, Im Speyer, Über Brücken“ am 03.04.2014 (Vorlage 073/2014) hat der Stadtrat die planungsrechtlichen Grundlagen zur städtebaulichen Entwicklung des Bahnausbesserungswerks und angrenzender Flächen des ehemaligen Bobinet-Geländes beschlossen.
Für den Bereich des ehemaligen, denkmalgeschützten Eisenbahnausbesserungswerkes setzt der Bebauungsplan als Nutzung ein Sondergebiet „Leben im Denkmal“ fest. Im Rahmen dieser Festsetzung sind neben Wohnungen zum Beispiel auch kulturelle, soziale, sportliche Nutzungen zulässig. Auch Läden (in einem gewissen, kleineren Umfang) sowie ausnahmsweise gastronomische Nutzungen sind möglich.
• Parallel zu dem Bebauungsplan hat die Stadt städtebauliche Verträge mit den maßgeblichen Projektentwicklern und Eigentümern gefasst, die die Umsetzung der Maßnahmen sicher stellen sollen. Mit diesen wurden verschiedene Maßnahmen zur inneren Erschließung und Bodenordnung auf Grundlage der Bebauungsplanung konkretisiert.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen der städtebaulichen Entwicklung sind somit gegeben und von den Eigentümern oder Projektentwicklern in diesem inhaltlichen und zeitlichen Rahmen auszuführen. Erste Maßnahmen, wie im Bereich Bobinet, sind bereits in der Umsetzung.

Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen und auf der Grundlage des Baugesetzbuches wurden unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten geprüft. Im Ergebnis wurde die Anwendung des vereinfachten Sanierungsverfahrens für den angesprochenen Bereich beschlossen, bei dem es keine öffentlichen Fördermittel zur Objektsanierung gibt, aber Sonderabschreibungen bei abzuschließenden Modernisierungsverträgen möglich werden.

Alle Vorlagen können über das Ratsinformationssystem der Stadt Trier https://info.trier.de/bi/allris.net.asp unter Angabe der genannten Vorlagennummern eingesehen werden.