Überstunden und Urlaub in der Verwaltung

(teilweise) umgesetzt

Was man so alles mitbekommt über den "Trierschen Volksfreund", gerade was die Stadtverwaltungen Trier und Konz betrifft, lassen einem schon die Haare zu Berge stehen.
Hier:
Tausende von Überstunden, sämtliche von Handabrechnungen
bestätigt, obwohl seit Jahren extra eine teure Software angeschafft wurde, schon mehr als sehr merkwürdig. Und dann noch die "plausible" Erklärung hierzu von Seiten der Stadt, grenzt an pure Ausreden. Dazu noch der mehr als 400 tägige Urlaubsanspruch einer Frau, welche gar nicht der Stadtverwaltung unterstellt sein soll. Kommt doch gleich die Frage auf: wo ist da ein Vorgesetzter, ein Verantwortlicher, eine Kontrolle? Es geht hierbei auch nicht mal um den Anspruch von gesetzlichem Urlaub, sondern von der Vorgabe seiten des Gesetzes, Urlaub "nehmen zu müssen", denn ohne ihn ist eine zuverlässige Arbeit doch niemals zu schaffen.
Wo ist da eine Vertretung, (Urlaub + Überstunden) eine Personalabteilung, welche dies überwachen MUSS ?

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Vorweg muss man sagen: Bei dem vorliegenden Fall handelt es sich um einen ausgesprochener Einzelfall. Es handelt sich hier um Dame, die zwar Beamtin der Stadtverwaltung war, aber der Behörde nicht unmittelbar unterstellt war. Daher wurde auch die Urlaubsverwaltung und die Zeitwirtschaft in der ausgelagerten Einheit selbstständig geführt. Zwischen 2011 und 2014 wurde die elektronische Zeiterfassung in der Verwaltung eingeführt und alle Einheiten sukzessive in das System integriert. 2014 konnte so erstmals eine zentrale Auswertung erfolgen. Hohe Kontingente an Mehrarbeitsstunden konnten identifiziert werden. Allerdings musste den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Folgezeit erst einmal Gelegenheit gegeben werden, diese abzubauen, was auch der Landesrechnungshof grundsätzlich mitträgt. Hierzu wurden individuelle Vereinbarungen zum Überstundenabbau getroffen. Denn der Oberbürgermeister hat an dieser Stelle auch eine Fürsorgepflicht und ihm ist wichtig, dass der Urlaub zur Erholung zur Erhaltung der Gesundheit auch genommen wird.

Allerdings muss man auch dazu sagen, dass eine Verwaltung ebenso wenig wie die meisten Unternehmen ganz ohne Überstunden funktionieren wird. Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Überstunden geleistet haben, zeigt auch ihre große Bereitschaft und ihre hohe Motivation, sich für ihre Aufgaben zu engagieren. In der Hochphase des Flüchtlingsaufkommens wäre beispielsweise die Situation ohne das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch über die normale Arbeitszeit hinaus in mehreren betroffenen Ämtern gar nicht zu stemmen gewesen. Auch im Sozialbereich bei der Hilfe in Familien oder in der Feuerwehr bei größeren Einsatzlagen sind Überstunden nicht zu vermeiden – Ziel muss sein, sie geregelt und zeitnah auch wieder durch Freizeit auszugleichen. Die elektronische Zeiterfassung gibt den Amtsleitungen inzwischen die nötigen Hilfsmittel.