Überfüllte Busse

(teilweise) umgesetzt

Sehr geehrte Damen und Herren,

jeden Morgen bietet sich das gleiche Bild, massig überfüllte und regelmässig verspätete Busse.
Es ist mir klar, das alle Schüler, Studenten und Arbeiter zur ihren Wirkungsstätten kommen müssen.
Es kann aber nicht sein, das die Busse so voll gequetscht sind, das man Angst haben muss sicher anzukommen. Der gestrige Tag 04.12.2017 hat es mal wieder gezeigt. Die Linie 3 um 07:10 ( kam gestern erst um 07:19 ) nach Igel, war so voll das man auf der rechten Seite bei jedem Schlagloch, Bodenwelle und dergleichen gespürt hat, das man mit dem Radkasten aufgesetzt hat.
Die Leute werden reingequetscht und die Anzeige beim Fahrer wieviele Stehplätze es maximal gibt, wird um weites überschritten.
Würde mir echt wünschen wenn man die Situation überdenkt und eventuell eine Neuerung anstrebt.

Mit freundlichem Gruß

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Wir haben Ihre Anregung an die zuständigen Stadtwerke weitergeleitet. Die SWT Verkehrs GmbH nehmen dazu folgendermaßen Stellung :

Im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr sind unsere Busse aufgrund der Spitzennachfrage stets stark besetzt. Die Linie 3 Richtung Igel/Feyen wird zwischen Tarforst und St. Matthias regulär im 10-Minuten-Takt angeboten. Zwischen 7 Uhr und 8 Uhr morgens werden darüber hinaus 10 zusätzliche Verstärkungswagen auf den relevanten Abschnitten eingesetzt, um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden. Diese Busse werden regelmäßig überprüft und deren Einsätze ggf. angepasst.
Da nicht nur in den Bussen sondern im gesamten Verkehr eine Spitzennachfrage besteht, müssen wir - wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch - mit Störungen im Ablauf rechnen, die auch regelmäßig zu Verspätungen führen.
Verspätete Busse neigen dazu, mehr Fahrgäste aufnehmen zu müssen, denn an den Haltestellen wartende Fahrgäste, die eigentlich mit späteren Bussen gefahren wären und bereits da sind, kommen dazu.

Wir können den entstandenen Ärger im konkreten Fall sehr gut verstehen: Aus der Überprüfung der Fahrt der Linie 3 können wir die angegebene Verspätung von 9 Minuten bestätigen. Der Bus - aus Tarforst kommend - erreichte am Hauptbahnhof seine maximale Besetzung. Dort war er bereits 11 Minuten zu spät. Ein Verstärkungswagen, der ab Hauptbahnhof um 7:26 Uhr einsetzt und bis Zewen Industriegebiet fährt, war an diesem Morgen (nur) eine Minute zu spät und lag somit zeitgleich - aber leider hinter dem betreffenden Bus. Wenig Einfluss haben wir auf das Verhalten der wartenden Fahrgäste, die erfahrungsgemäß überwiegend in das erste Fahrzeug einsteigen und hier zu einer zusätzlichen Besetzung beitragen, die nicht nötig wäre, da wenige Sekunden später weitere Kapazität angeboten wird.

Manche unserer Wagen sind mit automatischen Fahrgastzählanlagen ausgestattet. Im konkreten Fall können wir nachvollziehen, dass die maximale Besetzung nach Zustieg am HBF bei 98 Fahrgästen lag. Der Bus ist damit so stark besetzt, dass Fahrgäste dies als unangenehm empfinden und wir bemüht sind, diese Zustände - wie oben beschrieben - zu vermeiden. Eine Überschreitung der zulässigen Besetzung liegt jedoch nicht vor, denn diese liegt bei dem betreffenden Bus bei 46 Sitzplätzen und 102 Stehplätzen. Somit wäre eine Beförderung von insgesamt 148 Fahrgästen erlaubt, was in der Realität nie funktionieren würde.

Mit freundlichen Grüßen
SWT Verkehrs GmbH