Sanierungsplan Trier

offen

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Bezug auf den Zeitungsartikel vom 9. Nov. 2017 im Trierischen Volksfreund möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag zur Diskussion mit der Bitte um Rückmeldung unterbreiten:
Dem Bericht zufolge verwalten Sie 650 Wohnungen, von denen 20% marode und 80% zumindest sanierungsbedürftig sind. Daher möchte ich Ihnen ein Konzept anbieten, welches Sie als Kommune in die Lage versetzt, die Ausgaben zur Sanierung und zur Verwaltung der Wohnungen zu gewährleisten.
Eine Beteiligung weiterer Teilhaber, wie in dem vorliegenden Artikel angedacht, halte ich nicht für sinnvoll. Aus meiner Sicht bringt dies nur einen kurzzeitigen Gewinn, da die Vermarktung (Vermietung und Unterhaltung) weiter in Hand der Verwaltung bleibt und der Investor die Gewinne aus dem Gebäudebestand ziehen muss, um erfolgreich die Wohnungen sanieren zu können.
Stattdessen schlage ich Ihnen folgendes Konzept vor: Sanieren Sie die Wohnungen zunächst einmal nur basal und parallel dazu investieren Sie als Kommune in regenerative Energietechnik.
Nehmen wir an, die 650 Wohnungen haben einen Energiebedarf von rd. 10MWh/Wohnung per annum. Dies bedeutet, dass lediglich eine einmalige Investition in regenerative Energietechnik von rund 15.000 € zur Erzeugung dieser Kapazität nötig ist. Diese Kosten können sich in 5 bis 10 Jahren amortisieren. Die Laufzeit z.B. von Solaranlagen kann mit mind. 20 Jahren angesetzt werden, so dass der zukünftige Gewinn nach Ablauf der Amortisationsspanne in die weitere Finanzierung der Wohnungen einfliessen kann.
Zum besseren Verständnis ein Beispiel für eine Wohnung:
Kaufpreis 0 €
Basis-Sanierungskosten 30.000 €/Wohnung
Investitionen in regenerative Anlagentechnik 15.000 €/Wohnung
Gesamtinvestition 45.000 €/Wohnung
Bei Eigennutzung des Stromes zu 25 ct/kWh:
Bei 10.000 kWh/Wohnung und Jahr sind dies 2.500 €/annum
Wenn 45.000 € mit den Einnahmen des Stromverkaufs finanziert werden und damit zu rechnen ist, dass der Strompreis künftig auch wieder steigen wird, kann sich die Investition für Anlagentechnik plus Sanierungskosten in 18 Jahren oder weniger amortisieren. Dies ist ein überschaubarer Zeitraum. Durch die Schaffung attraktiver Wohnräume kann der Wohnungsbestand auch komplett vermietet werden und die Mieteinnahmen können somit nochmals zur Refinanzierung der Investitionen dienen.
Ich strebe an dieser Stelle nicht an, den Wohnungsbestand im Passivhausstandard zu sanieren, eine 100%ige CO2-Bilanz kann aber durchaus mit dem Betrieb der regenerativen Energietechniken geschaffen werden.
Gerne stehen wir als Energie- und Immobilienberater-Team Ihnen für eine verbindliche Konzeptentwicklung und die anschließende Umsetzung zur Verfügung. Wir sind schon seit über 20 Jahren im Bereich der regenerativen Energietechnik sowie allen Beratungsthemen rund um die Immobilie tätig. Gerne kann ich Ihnen das Konzept auch persönlich vorstellen.
Wir arbeiten in der AGT-Schiffmann GmbH u.a. in Kooperation mit SGS TÜV-Saar, Bafa und KfW zusammen und können unser Expertenwissen für die Realisierung ihrer Projekte gewinnbringend einsetzen.
Über eine Rückmeldung würden wir uns freuen.
AGT-Schiffmann GmbH
Moselweinstrasse 80
54472 Brauneberg/Mosel

Mit freundlichen Grüßen
Arno Schiffmann,
Geschäftsführer