Tankstelle Ostallee - Anregung zu Herrn Ludwigs Kompromisslösung

abgelehnt

Die Diskussion um die Aral Tankstelle in der Ostallee hat inzwischen ein nicht zu erwartendes Ausmaß angenommen. Ich möchte hiermit den Vorschlag des Dezernenten Herrn Ludwig aufgreifen, der eine Kompromisslösung in den Ring geworfen hat.
Diese sieht vor, auf dem bald nicht mehr genutztem SWT Gelände eine Tankstelle zu errichten. Diese Idee würde ich generell unterstützenswert finden, wenn die Stadt es BP zur Bedingung macht, eine Querung der Bahngleise aus dem Gartenfeld (Fuß- und Radweg) zu finanzieren.
Man könnte auf der Westseite der Güterstraße, quasi ab der Gartenfeldbrücke, eine Rampe (Fuß- und Radweg) bis auf die Höhe des südlichen Bahnsteigendes ziehen, diese dann über die Gleise führen (bzw. auch zum Mittelbahnsteig) und Richtung Norden flach auslaufen lassen, sodass der Radverkehr genau zur geplanten Fahrradgarage geleitet wird.
Eine realisierung dieses Vorschlages hätte mehrere Vorteile:
a1) optimale Anbindung des Gartenfeld-Viertels an den HBf / Busbahnhof
a2) Mehr Bahnnutzer führen zu einer Reduktion des Individualverkehrs, zumindest in Gartenfeld
b) Erhalt der Pacht-/Steuereinnahmen von BP
c) Grüngürtel kann grüner werden (alte Tankstelle weg)
d) die Stadt spart Geld, da der Radweg innerhalb des Grüngürtels nun obsolet wäre, da bessere Verbindung über Rampe besteht
Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Vorschlag ernsthaft in den entsprechenden Ausschüssen diskutiert werden würde.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die Idee einer Gleisquerung im Bereich des Hauptbahnhofes (Hbf) besteht schon seit vielen Jahren. Sie wurde auch bereits mehrfach in den politischen Gremien der Stadt diskutiert. In einer ersten überschlägigen Abschätzung wurde verwaltungsseitig ermittelt, dass die zu erwartenden Kosten im deutlich siebenstelligen Bereich liegen werden. Diese ergeben sich unter anderem aufgrund der notwendigen Höhe über den Gleisen, der benötigten Länge sowie der Erforderlichkeit von Treppen, Rampen und Aufzügen.
Die zu erwartenden hohen Kosten stehen in einem sehr ungünstigen Verhältnis zu den tatsächlich von dieser Maßnahme profitierenden Personen. In dem für Fußgängerinnen und Fußgänger relevanten Bereich hinter dem Bahnhof, der nicht bereits über die bestehenden Unter- bzw. Überführungen an den Hbf. angebunden ist, wohnen in der Gesamtbetrachtung relativ wenige Einwohnerinnen und Einwohner, die von dieser neuen Verbindung profitieren könnten.

Vor dem Hintergrund der Haushaltslage der Stadt Trier wurde bislang anderen Projekten der Vorrang eingeräumt. Allerdings besteht der Auftrag an die Verwaltung die Lösungsmöglichkeiten hierfür näher zu untersuchen.

Der sachliche Zusammenhang, diese Maßnahme mit der nun angedachten Umsiedlung der Aral-Tankstelle in Verbindung zu bringen, macht aus Sicht der Verwaltung keinen Sinn. Das Fachamt geht nicht davon aus, dass die BP ein Interesse daran hat, ein solches Millionenprojekt zusätzlich zu den Baukosten für die Umsiedlung der Tankstelle zu realisieren. Es ist davon auszugehen, dass eine solche Forderung der Stadt die Verhandlungen mit der BP über einen Standortwechsel erschweren würden.

Aktuell muss erst einmal der Ausgang der Stadtratsentscheidung bzw. des Bürgerentscheids zu diesem Thema abgewartet werden.