Glasverbot auf öffentlichen Veranstaltungen

abgelehnt

Ich war in dem Glauben zum Umzug gegangen, das dort immer noch striktes Glasverbot herrscht. Als ich nichts ahnend durch die Menge schritt, merkte ich Gott sei dank noch rechtzeitig, wie sich eine dicke Glasscherbe durch meine Schuhsohle bohrte zu meinem Fuß. Außerdem ist es generell gefährlich. Wenn jeder eine Glasflasche hat und besoffen ist, kann es wie bei meinem Schwager passieren, dass man eine Platzwunde bekommt. Oft denken Menschen nämlich mit Glasflaschen hauen zu müssen oder unkontrolliert rum zu fuchteln. Bitte macht doch was dagegen. Ihr habt es schonmal geschaft.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Es ist am Rosenmontag während des großen Fastnachtsumzugs ein Glasverbot im gesamten Stadtgebiet nicht durchführbar. Der Bereich des Rosenmontagszugs erstreckt sich über eine Strecke von ungefähr fünf Kilometern zwischen Matthias-/Medardstraße bis zum Verteiler Trier-Nord. Um ein entsprechendes Glasverbot effektiv durchzusetzen, müssten sämtliche Zugangsmöglichkeiten zum Zugbereich kontrolliert werden. Dies lässt sich nicht - mit einer vertretbaren Zahl an Einsatzkräften - umzusetzen. Angesichts des weiten Geltungsbereichs und den damit verbunden Einschränkungen für die Allgemeinheit, würde ein solches Verbot auch rechtlich einer Verhältnismäßigkeitsprüfung nicht standhalten.
Dagegen beschränkt sich das Glasverbot am Weiberdonnerstag auf den unmittelbaren Bereich des Hauptmarktes. Dieses Verbot ist aufgrund des eng gesteckten Geltungsbereichs und aufgrund der Vorkommnisse vor einigen Jahren im Rahmen einer Verhältnismäßigkeitsprüfung als geeignet und angemessen anzusehen. Zur Durchsetzung dieses Verbotes sind für die Durchführung der Kontrollen an allen sechs möglichen Zugängen zum Hauptmarkt insgesamt bereits 36 Ordnungskräfte erforderlich.