Stadtbegrünung

wird berücksichtigt

Nach einem Kurzbesuch in unserer Partnerstadt Weimar ist uns aufgefallen, dass es dort erheblich mehr schattenspendende Bäume und Grünflächen gibt als in Trier. Warum werden Grünflächen in Trier entfernt oder allen Anschein nach vernachlässigt?

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir können nicht nachvollziehen, ob die Stadt Weimar mehr Bäume und Grünflächen besitzt. Dazu fehlen Vergleichswerte, wir können das weder bestätigen noch verneinen. Wir können auf die Grünflächenstrategie der Stadt Trier verweisen. Diese wurde 2019 beschlossen und definiert den Vorrang für die ökologische Bewirtschaftung der städtischen Grünflächen. Hierfür wurde die Stadt Trier auch als erste Großstadt in Rheinland-Pfalz mit dem Label „StadtGrün naturnah" ausgezeichnet.

Auf der anderen Seite ist das Trierer Stadtbild von bedeutenden Kulturdenkmälern geprägt, die in der Abwägung der wichtigen Belange an erster Stelle stehen. Aus denkmalpflegerischer Sicht ist der Wunsch nach mehr „Grün“ in der Stadt nachvollziehbar und wird grundsätzlich unterstützt. Die Art der Umsetzung ist für jeden Platz oder Freiraum als Einzelfall zu erarbeiten. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass durch Pflanzmaßnahmen keine im Boden verborgenen archäologischen Funde zerstört werden.
Unabhängig davon ist es in der Vergangenheit an vielen Stellen gelungen insbesondere für das Stadtklima wichtige Bäume zu pflanzen. Hier sind insbesondere der Domfreihof, der Kornmarkt, die Konstantinstraße und der Stockplatz zu nennen. Im Zuge von baulichen Veränderungen in den Stadtstraßen werden grundsätzlich immer die Möglichkeiten einer Baumpflanzung untersucht. An manchen Stellen ist dies aufgrund der Lage und Dichte von Ver- und Entsorgungsleitungen nicht möglich oder freizuhaltende Rettungswege lassen keine Baumpflanzungen zu.