Luftbelastung durch Holzöfen

wird berücksichtigt

Dicker Qualm sammelt sich im Winter im Trierer Talkessel an. Bei ruhiger Windlage ist die Luft beissend, es kratzt im Hals und man kann den Qualm förmlich schmecken. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind bei derart belasteter Luft verheerend. Folgender dreiteiliger Artikel fasst die Situation gut zusammen:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kommt-nach-dieselgate-ein-holzofengate...

Durch die ungünstige Tal-Lage sollten die Behörden der Stadt Trier dringend: Holzheizungen in sämtlichen Neubauten verbieten (wie in Ravensburg) und ein Betriebsverbot für Luxus-Kaminöfen erlassen (wie in Stuttgart).

Die Gerichte haben mittlerweile auch schon entschieden, dass ein regelmäßiges Heizen mit diesen Öfen illegal ist und die Betriebsdauer auf 8 Tage pro Monat für je maximal 5 Stunden beschränkt. Auch dies erklärt der dritte Teil des Artikels:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/kommt-nach-dieselgate-ein-holzofengate...

Wir trauen uns hier in Trier Ost im Winter nur noch selten, die Fenster aufzumachen um durchzulüften. Meistens dringt der beissende Gestank in die Wohnräume. Aus mehreren Schornsteinen in der Nachbarschaft qualmt es hier tags- und nachtsüber.

Wir wären dankbar, wenn die Stadt hier die nötigen Maßnahmen ergreift. Im Moment würden wir niemandem, der Wert auf seine Gesundheit legt empfehlen, sich hier im Trierer Tal eine Wohnung zu kaufen bzw. zu mieten.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Der Klimaschutzmanager der Stadt Trier bei der zuständigen Stabsstelle Klima- und Umweltschutz kennt das Problem, weist aber zuallererst darauf hin, dass Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft die einzige lagerfähige erneuerbare Energie darstellt und daher auch in Zukunft eine wichtige Säule der Energiewende im Wärmebereich darstellen wird und muss (vgl. auch https://www.wald.rlp.de/de/nutzen/holz/brennholz-und-bio-energie/).

Für eine emissionsarme und umweltfreundliche Verbrennung müssen jedoch 3 Faktoren erfüllt sein:
1. der geeignete Brennstoff - nur naturbelassenes und trockenes Holz darf verbrannt werden.
2. der geeignete Ofen - das bessert sich zunehmend, da alte und schlechte Öfen (Baujahr vor 1994) von den Schornsteinfegern stillgelegt werden. An neue Öfen werden ab diesem Jahr verschärfte Anforderungen gestellt.
3. die richtige Bedienung - auch hierzu bieten die Schornsteinfeger zunehmend kompetente Beratung und Tipps an.

Sofern die verursachenden Haushalte bekannt sind, kann man sich an die zuständigen Bezirksschornsteinfegerin oder Bezirksschornsteinfeger wenden.
Diese können die betroffenen Haushalte bei der nächsten Feuerstättenüberprüfung direkt ansprechen und beraten - und im schlimmsten Fall den Ofen auch stilllegen.