Gelbe Tonne statt gelber Sack

an Dritte geleitet

Die Mülltrennung mit Umweltfreundlichkeit und Praktikabilität zu begründen, verliert jede Glaubwürdigkeit, wenn man dafür lächerlich dünne Plastikbeutelchen verwenden soll, die, kaum von der Rolle genommen schon gerissen sind. Zudem bieten diese eine Pilgerstätte für Ungeziefer, was vor allem dann unzumutbar wird, wenn es im Mietshaus keinen geeigneten Sammelplatz hierfür gibt. Eine Abholung erfolgt nur einmal monatlich, sodass genug Zeit bleibt, die Abfälle, welche laut ART Website nur Löffelrein sein müssen, schön vor sich hin gären zu lassen. Diese Praxis ist nicht mehr zeitgemäß und sollte abgeschafft werden. Die Gelbe Tonne als Pflicht für Mietshäüser ist längst überfällig. Davon würden nicht nur Mieter profitieren, sondern auch das Stadtbild, das durch aufgerissene und sich stapelnde Säcke regelmäßig entstellt wird. Die Stadt Trier sollte hier ihre Einflussmöglichkeiten erneut prüfen, denn der Imageschaden, der entsteht ist beträchtlich.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Dies ist Aufgabe des Zweckverband Abfallwirtschaft Trier (A.R.T.).
Die Stadtverwaltung hat hier keine unmittelbare Einflussmöglichkeit. Der Vorschlag wurde an den zuständigen Zweckverband Abfallwirtschaft Trier weitergeleitet. Die A.R.T. schreibt zu Ihrem Vorschlag:

"Selbstverständlich ist es unser Anliegen, die Abfallentsorgung im Sinne unserer Kunden zu gestalten. Daher haben wir bereits 2018 im Rahmen unserer Kundenzufriedenheitsbefragung nach den Präferenzen unserer Kunden gefragt.
In unserer jüngsten Befragung aus dem Sommer 2021 wurde die Präferenz ebenfalls abgefragt - mit nahezu unverändertem Ergebnis.

Kurz gesagt: In den Landkreisen Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm sowie Trier-Saarburg gibt es fast keine Präferenz. Etwas mehr als Hälfte der Befragten bevorzugt die Gelben Säcke, die übrigen Befragten wünschen sich die Gelbe Tonne .
Nur in der Stadt Trier gibt es mit rund 70% eine klare Mehrheit für den Gelben Sack.

Daher haben wir im vergangenen Jahr in den Gesprächen zur aktuellen Abstimmungsvereinbarung - diese gilt nun bis 2023 - mit den Dualen Systemen vorgeschlagen, eine Wahlmöglichkeit einzuführen. Dann hätte jeder Kunde selbst entscheiden können, ob er Tonne oder Sack nutzen möchte.
Diese Forderung wurde durch die Dualen Systeme abgelehnt. Diese sind als Auftraggeber - die Sammlung von Verpackungsabfällen wurde bereits 1991 privatisiert - auch die letztendliche Entscheidungsinstanz. Daher müssen wir auch weiterhin mit einem der beiden Systeme arbeiten.
Da es bei der Systementscheidung nur eine gemeinsame Lösung für das gesamte Verbandsgebiet geben kann, haben wir uns für den von der - wenn auch schwachen - Mehrheit gewünschten Gelben Sack entschieden.

Aus Erfahrung können wir Ihnen anraten, die Säcke für die Abfuhr mit den Verschlussbändern zusammenzuknoten. Das verhindert, dass sie vom Wind weggeweht werden und erleichtert zudem das Verladen.
Falls Sie eine Möglichkeit dazu haben, hängen Sie die Säcke gerne etwas erhöht - z.B. an einem Zaun am Straßenrand auf. Die Müllwerker nehmen die Säcke bei der Abholung dann von dort.
Hilfreich ist es außerdem, die Säcke erst am Abfuhrtag morgens bereitzustellen, so dass sie über Nacht nicht ungeschützt an der Straße stehen."