Sauberkeit Radwege

wird berücksichtigt

Als regelmäßiger Nutzer der Moselradwege (insbes. links der Mosel) muss ich immer wieder feststellen, dass es nach einem Hochwasser grundsätzlich mehrere Wochen dauert, bis die Radwege von dem Unrat des Hochwassers, insbesondere Sand und Schlamm, gereinigt werden. Am stärksten betroffen ist immer der Abschnitt unterhalb des Biewerer Spoertplatzes (dort liegt der Radweg auch am tiefsten). Da die Radwege bei schönem Wetter coronabedingt viel mehr in Anspruch genommen werden, als in vergleichbaren Zeiten der Vorjahre, sollte doch verstärktes Augenmerk auf die Radwege gerichtet sein (andere Kommunen sind da weitaus schneller und besser).
Auch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Schranken bereits vorsorglich geschlossen werden, bevor das Hochwasser tatsächlich die Radwege beeinträchtigt. Das gilt auch für das Öffnen der Schranken, was sich oft Tage und sogar Wochen nach dem Hochwasser hinzieht.
Könnte man hier nicht eine Art Bereitschaft einrichten, die die Lage beobachtet? So konnte ich auch vor einiger Zeit beobachten, wie ein städtisches Fahrzeug auf dem Moselradweg vor einer Schranke aufgab, weil offensichtlich kein Schlüssel zum Öffnen an Bord war; und dann fährt das Fahrzeug rückwärts etliche hundert Meter auf dem Radweg bis zu nächstmäglichen Ausfahrt - umständlicher geht's nicht mehr.
Mit Sicherheit verfügt die Stadt über entsprechende Ausstattung zum Säubern der Radwege. Hier fehlt es offensichtlich an der Priorisierung oder einfach nur an mangelndem Verständnis für gewisse Situationen.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Bitte habe Sie Verständnis, dass die Beseitigung der Hochwasserschäden etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat.
In diesem Jahr kam es aufgrund des Wasserstandes über neun Metern zu überdurchschnittlich vielen Anlandungen. Die lange Frostperiode kam erschwerend hinzu, da die Beseitigung des gefrorenen Schlamms nicht möglich war und die Kolleginnen und Kollegen Winterdienst leisten mussten. Die Freigabe der Radwege kann erst erfolgen, wenn das Treibgut und der aus den Schlammmassen resultierende Gleitfilm vollständig beseitigt wurden.

Grundsätzlich erfolgt die Sperrung der Radwege stufenweise entsprechend den zu erwartenden Hochwasserständen, um eine Gefährdung der Nutzerinnen und Nutzer ausschließen zu können. Da es sich beim Hochwasser jedoch nicht um ein lineares Ereignis handelt, kann es vorkommen, dass die Wege schon frühzeitig vor einer Überflutung gesperrt werden. Ein Bereitschaftsdienst, der die Lage beobachtet, damit die Sperrungen erst unmittelbar vor einer Überflutung erfolgen, ist nicht möglich. Hierfür stehen die personellen Ressourcen nicht zur Verfügung.