Verkehrsspiegel Ecke Egbertstraße / Schützenstraße

abgelehnt

Beim Linksabbiegen aus der Egbertstraße in die Schützenstraße wird der von rechts kommende Verkehr (einschließlich Fußgänger auf dem Bürgersteig) von der Grundstücksmauer des Eckgrundstücks Egbertstraße / Schützenstraße verdeckt. Aufgrund der vorherrschenden Parksituation fahren die Autofahrer in Richtung Innenstadt auf der linken Seite der Straße. Diese Autos können beim Einbiegen aus der Egbertstraße erst erkannt werden wenn man sich mit der Autofront bereits auf der Straße befindet. Dies führt zu einem erhöhten Unfallrisiko.

Abhilfe könnte die Installation eines Verkehrsspiegels schaffen. Dieser könnte auf dem Laternenmast vor dem Wohnheim Schützenstraße aufgehängt werden.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Die Aufstellung eines Verkehrsspiegels an diesem Knotenpunkt ist aus fachlicher Sicht nicht sinnvoll.
Aufgrund von Unfallstatistiken unter Einsatz von Verkehrsspiegeln hat sich die Mehrzahl der Verkehrsbehörden entschieden, diese im öffentlichen Verkehrsraum nicht mehr einzusetzen. Auch wir als Stadt Trier in Zusammenarbeit mit der Verkehrsbehörde der Stadt Trier werden zukünftig keine neuen Verkehrsspiegel im öffentlichen Verkehrsraum aufstellen.
Die Gründe hierfür sind vielschichtig und hier seien nur einige davon angeführt:
• Die Unfallstatistiken zeigen, dass die Verkehrsspiegel den Zweck der Unfallprävention nicht erfüllen. Vielmehr ergibt sich mit dem Einsatz der Spiegel oftmals eine Erhöhung des Unfallrisikos an entsprechenden Stellen.
• Durch die gewölbte Oberfläche werden die gefahrenen Geschwindigkeiten häufig falsch eingeschätzt. Auch bei solchen Verkehrsspiegeln gibt es leider das Phänomen des toten Winkels. Gerade bei vorgelagerten Rad- und Fußwegen ist dies ein hohes Risiko für die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
• Leider hat die Erfahrung auch gezeigt, dass sich viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nur noch über den Spiegel orientieren und nicht mehr direkt den Verkehrsraum einsehen.
Dies Alles hat bei der Mehrzahl der Verkehrsbehörden zu dieser Entscheidung geführt.

Gemäß § 8 der Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt es: „… Es darf nur weitergefahren werden, wenn übersehen werden kann, dass wer die Vorfahrt hat, weder gefährdet noch wesentlich behindert wird. Kann das nicht übersehen werden, weil die Straßenstelle unübersichtlich ist, so darf sich vorsichtig in die Kreuzung hineingetastet werden, bis die Übersicht gegeben ist.“