keine Umbenennung von Straßen

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Es wäre ein fatales Signal: Vergangenheit würde getilgt. Namen, die eine wichtige Rolle in der deutschen Geschichte spielen, könnten so aus einem auch kritischen Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden.
Also: Benennt keine Straßen um, sondern macht die eventuellen Verfehlungen ihrer Namensgeber und Namensgeberinnen deutlich, klärt auf, schraubt – sofern nötig – an manche Straßenschilder eine kleine Tafel mit einer Erläuterung. Heinrich von Kleist, Erich Kästner oder Arthur Schopenhauer mögen sich auch einmal rassistisch, opportunistisch oder frauenfeindlich geäußert haben, wie eben Immanuel Kant. Aber wir brauchen unsere Geschichte und deren Protagonisten, um für die Zukunft etwas zu lernen. Alles andere wäre unhistorisch.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Im Zuge der Diskussion um die Umbenennung der Hindenburgstraße, die der Trierer Stadtrat hat im Juli dieses Jahres mehrheitlich beschlossen hat, hat der Stadtrat sich auch mit der Frage befasst, wie generell mit Straßen umzugehen ist, die nach möglicherweise belasteten, historischen Persönlichkeiten benannt sind.
Für künftige Überprüfungen solcher Straßennamen wird die Verwaltung einen Kriterienkatalog erarbeiten, mit welchem die Trierer Straßennamen unter anderem auf den geschichtlichen Hintergrund des Namenspaten, des Ortes oder Ereignisses untersucht und bewertet werden. Erst danach kann entschieden werden, ob bestehende Straßennamen geändert oder beibehalten werden.