Mäharbeiten an der Mosel

(teilweise) umgesetzt

Am Westufer der Mosel wird immer wieder, fast bis zur Grasnarbe, gemäht. So auch jetzt, rechtzeitig vor der kommenden Hitzewelle nächste Woche ...
Der Boden vertrocknet und verkarstet zusehends; manche Pflanzen versuchen, in der Uferzone Schutz zu suchen. Einige verschwinden ganz.
Es dürfte eigentlich klar sein, daß ein üppiger Bewuchs den Boden schützt und feucht hält, die Luft abkühlt und den Insektenreichtum fördert.
Von Artenvielfalt an der Mosel oder "Moselauen-Atmosphäre" kann hier keine Rede sein.
Auch vieles an Müll und Plastik, welche die Spaziergänger dort hinterlassen, wird einfach mitgemäht und schön verteilt.
Ein Vorteil jedoch hat das Ganze: Man erkennt besser die unzähligen Hundehaufen und tritt nicht in die tiefen Löcher, die Hunde gegraben haben.

Mein Vorschlag wäre: mehr Naturkunde und Aufklärung für Bürger, Hinweisschilder, Mitbeteiligung der Bürger beim Müllsammeln, Regeln für Hundebesitzer u. Wegbenutzer, Mülleimer mit Deckeln (Vögel u. a. wühlen gerne darin und verteilen den Müll rundherum).

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Am Westufer an der Mosel wurden nur die Liegeflächen freigemäht. Neben den Flächen, die für ökologische Standards ohne oder mit ein- bis zweimaligen Mähgängen festgesetzt sind, gibt es Bereiche, die für die Freizeitgestaltung häufiger gemäht werden. Im Frühjahr wurden extra wegen der Raupen der Brennesselfalter die Brennesselbestände stehen gelassen. In Städten gibt es einen hohen Nutzungsdruck, so dass die verschiedenen Ansprüche unter einen Hut zu bringen sind. Wir denken, das ist ein guter Kompromiss.
Im Übrigen gibt es bereits ein breit gefächertes Angebot zu Umweltthemen (zum Beispiel: Werkstatt StadtGrün, Patenschaftskonzept, Gartenwettbewerb) und ein Müllkonzept ist auch in Planung. Die Veranstaltungen der „Werkstatt StadtGrün“ begleiten die Umsetzung des Maßnahmenkataloges zur Grünflächenstrategie der Stadt Trier mit geeigneten Bildungs- und Mitmachangeboten für Kinder und Erwachsene: https://www.trier.de/kultur-freizeit/stadtgruen/mitmachen/
Weiterhin hat die Stadt Trier im vergangenen Jahr als erste Großstadt in Rheinland-Pfalz das Label „StadtGrün naturnah“ in Silber erhalten, was mit einem umfangreichen Maßnahmenkonzept für naturnahe Gestaltung verbunden ist.