Hundeverbot auf dem Hauptfriedhof

wird berücksichtigt

Ich bin erschüttert darüber, wie häufig man mittlerweile auf dem Trierer Hauptfriedhof Leute antrifft, die dort ganz gezielt mit ihrem Hund Gassi gehen. Die Hunde verrichten ihr großes und kleines Geschäft zum Teil direkt an bzw. auf Gräbern. Den Hundehaltern selbst scheint das jedoch völlig egal zu sein. Oft stehen die Damen und Herren (zum Teil sogar in Hausschuhen, weil sie wohl mehr oder weniger um die Ecke wohnen!) ungerührt neben ihren Hunden und machen nicht einmal Anstalten, die Verunreinigungen zu beseitigen. Ich habe erst vor einigen Tagen z.B. eine Hundehalterin gesehen, die ihren Hund gegen ein Kreuz, das auf einem Grab steht, hat urinieren lassen.
Außerdem laufen einem immer mal wieder größere Hunde auf dem Friedhof entgegen, die nicht angeleint sind und regelrecht über die Gräber toben. Die Hundehalter folgen ihren Tieren dann in einiger Entfernung und werden sehr unfreundlich, wenn man sie anspricht, ihr Tier zumindest anzuleinen.

Ich erwarte, dass man den Verstorbenen wie auch deren Angehörigen größtmöglichen Respekt gegenüber entgegenbringt. Bitte unternehmen Sie also hier etwas.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Aufgrund der besonderen Umständen wegen des Coronavirus ist es derzeit für den kommunalen Vollzugsdienst nicht möglich, auf dem Hauptfriedhof verstärkten Kontrollen durchzuführen. Wir bitten um ihr Verständnis, dass solche Angelegenheit derzeit nachrangig behandelt werden. Sobald sich die Situation entspannt, werden wieder verstärkte Kontrollen durch den kommunalen Vollzugsdienst stattfinden.

Grundsätzlich dürfen laut Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Trier öffentliche Straßen sowie die öffentlichen Anlagen nicht mehr als verkehrsüblich verunreinigt werden (§ 2 Abs. 1). Hierunter fallen unter anderem auch Kotablagerungen von Hunden, die nicht entfernt wurden. Ebenso dürfen Hunde auf öffentlichen Straßen oder innerhalb bebauter Ortslagen und innerhalb von öffentlichen Anlagen nur angeleint geführt werden. (§ 3 Abs. 2)
Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und werden mit einer Geldbuße bis zu 5.000,- EUR geahndet (§ 8 Abs. 1 und 2).