unzulässiges Ausbringen von Futtermitteln durch Jagdpächter

wird berücksichtigt

Spaziergänger haben am 29.02.2020 vormittags einen Geländewagen mit Anhänger beobachtet, der im Ehranger Wald den Ameisenkopfweg verlassend Richtung Anhöhe Hengst gefahren ist. Auf dem Anhänger haben sich Futterrüben befunden. Am 01.03.2020 habe ich mir die Situation vor ort angesehen und die Futterrüben (ca. 20 Kilogramm) in der Nähe des Hochsitzes und der Kirrstelle vorgefunden. Dies stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 3 Landesverordnung über die Fütterung und Kirrung von Schalenwild sowie § 2 Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Trier dar und ist zur Anzeige gebracht.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Grundsätzlich ist nach dem Landesjagdgesetz Rheinland-Pfalz jegliche Fütterung und Kirrung von Schalenwild verboten. Aufgrund der Landesverordnung über die Fütterung und Kirrung von Schalenwild Rheinland Pfalz können von diesem Verbot jedoch Ausnahmen zugelassen werden.
Für die von Ihnen beschriebene Stelle im Ehranger Wald wurde eine solche Ausnahme zugelassen. An solchen Kirrungen dürfen jedoch lediglich Getreide und Mais ausgebracht werden. Futterrüben sind demnach nicht zulässig.
Der zuständige Jagdpächter wurde gebeten, die Futterrüben zu entsorgen.
Weitere Maßnahmen werden aktuell überprüft und erst bei Vorliegen weiterer Daten kann möglicherweise ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.