Vorsorgemaßnahmen Coronavirus

wird berücksichtigt

In Anbetracht der wahrscheinlich unausweichlichen Zunahme von Corona-Infektionen sollte schon jetzt ein gemeinsamer Krisenstab zwischen Stadt, Landkreisen, Nachbarländern (Saarland, Luxemburg) und Gesundheitsamt/ämtern gebildet werden und erste Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern/verringern.
Ich stelle mir hier in erster Linie das Aussetzen sämtlicher Veranstaltungen wie Theater, Musik, Sport, etc. (bzw. die Durchführung von Ligaspielen ohne Zuschauer) vor, Sensibilisierung der Bevölkerung (was ja in der überregionalen Presse schon geschieht), die Bereitstellung von Hygienespendern wie sie es in jedem Krankenhaus an Eingängen gibt in sämtlichen öffentlichen Gebäuden und die Pflicht, diese auch zu nutzen.
Da Menschen bis zu drei Wochen vor den ersten Symptomen ansteckend sein können, ist dies eine sehr vernünftige Lösung, um das Virus einzudämmen und wenn dies jeder Landkreis/Gemeinde so handhaben würde, wäre schon viel gewonnen.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Die beteiligten Behörden und Einrichtungen – dazu gehört die Stadtverwaltung Trier - richten sich mit ihren Maßnahmen nach dem bestehenden Pandemieplan für den Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier. Gesundheitsamt, Krankenhäuser und Arztpraxen sowie Katastrophenschutz- und Rettungsdiensteinrichtungen stehen in ständigem Kontakt, um mögliche neue Entwicklungen schnell untereinander zu kommunizieren.

Die Feuerwehr hat bereits nach den ersten Meldungen im Januar die Verbrauchsmaterialien für den Umgang mit infizierten Personen erhöht. Die internen Vorgaben zum Umgang mit Verdachtsfällen und bestätigten Fallen wurden, entsprechend der Gefahrenbeurteilung, angepasst. Das Einsatzpersonal wurde in die derzeitigen Besonderheiten eingewiesen. Dies betrifft auch die erforderlichen Vorkehrungen zum Schutz der Bediensteten der betroffenen Ämter.
Zur Entlastung des Regelrettungsdienstes wurden weitere Fahrzeuge zum Transport von infizierten Personen vorbereitet.

Das Gesundheitsamt hat ein Lagezentrum zur Abarbeitung der Aufgaben und Steuerung eingerichtet. Das Ordnungsamt und die Feuerwehr der Stadt Trier sind beteiligt. Zur Koordinierung der städtischen Maßnahmen ist der Stab der Stadt Trier einsatzbereit.

Zur Umsetzung der im Pandemieplan vorgesehenen Maßnahmen, die die Stadt Trier betreffen, fanden auch Koordinierungsgespräche innerhalb der Verwaltung statt. Dadurch ist unter anderem eine schnelle Reaktion der Verwaltung auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten sichergestellt. Die Ämter haben sich durch interne Maßnahmen auf die möglichen Aufgaben und Veränderungen der Arbeitsweise durch eine Ausbreitung des Virus vorbereitet.
Durch Gespräche mit den Betreibern der Krankenhäuser und Vertretern der niedergelassenen Ärzte wurde ein zielgerichteter Umgang festgelegt, der die Anpassung der Versorgungsstruktur, je nach Fallzahl erkrankter Personen, gewährleistet.

Für Anfragen von Bürgern bezüglich aufkommender Fragen zum Virus hat das Gesundheitsamt ein Bürgertelefon eingerichtet. Über die Nummer des Patientenservices der Kassenärztlichen Vereinigung besteht die Möglichkeit, 24 h einen Ansprechpartner bei einer möglichen Erkrankung zu erreichen.

Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 1000 Teilnehmern in der Stadt Trier werden aufgrund der drohenden Covid-19-Epidemie bis Ende April untersagt. Die Stadt Trier wird dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, nachdem das auch für Trier zuständige Gesundheitsamt des Landkreises Trier-Saarburg, die Landesregierung und der Bundesgesundheitsminister diese Empfehlung gegeben haben. Auch der für den 29. März geplante verkaufsoffene Sonntag in Trier wird der Empfehlung des Gesundheitsamtes entsprechend abgesagt, da ein solches Ereignis erfahrungsgemäß auch überregional Besucher anzieht.
Für Ereignisse in geschlossenen Räumen unterhalb von 1000 Personen verweist die Stadt Veranstalter auf die dazu herausgegebenen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.