Busspuren für Elektroautos freigeben

abgelehnt

Um die Elektromobilität zu fördern, könnte man die Busspuren für E-Autos freigeben.
Die Freigabe für Radfahrer wurde bereits in einem anderen Beitrag gefordert.
Beides würde zu einer Verringerung der Schadstoffbelastung in der Stadt beitragen, sobald die Leute merken, dass man auf diese Weise schneller vorankommt.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. In der Freigabe von Busspuren für private Elektro-Fahrzeuge sehen wir keine geeignete Maßnahme, mit der die Elektromobilität oder andere Ziele des Mobilitätskonzeptes gefördert werden kann. Damit die Busspuren ihre Wirksamkeit entfalten, müssen sie dem ÖPNV sowie in geeigneten Fällen auch Taxen und Radfahrenden vorbehalten bleiben. Eine Öffnung für Elektroautos ist nur schwer kontrollierbar. Es besteht die Gefahr, dass auch viele Nicht-Elektro-Fahrzeuge die Busspuren nutzen, um beispielsweise an Rückstaus auf den anderen Fahrspuren vorbeizufahren. Für die Kontrolle ist die Polizei zuständig, die aufgrund anderer Aufgaben dafür kaum Kapazitäten frei hat.
Durch eine vermehrte Nutzung der Busspuren durch Elektrofahrzeuge wird die gewünschte Busbeschleunigung entfallen, da durch das erhöhte Verkehrsaufkommen der Verkehrsfluss behindert und die Möglichkeit der Busse, die Ampelschaltungen zu beeinflussen, beeinträchtigt wird. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass beispielsweise bei stark steigenden Elektrofahrzeugzahlen diese Regelung wieder rückgängig gemacht werden kann.
Bei der Freigabe für den Radverkehr beschränkt sich die Stadt Trier auf Bereiche, in denen die Busse langsame Radfahrerinnen und Radfahrer gut überholen können oder aber die Radfahrenden aufgrund der Topografie sehr zügig unterwegs sind.