Pendeln durch Trier

wird berücksichtigt

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite in Luxembourg und nehme nur das Auto, da es keine zeitlich angemessene Verbindung zwischen den Höhnenstadtteilien Filsch, Tarforst und Petrisberg (Kürenz) gibt.
Man könnte durch eine einfache Maßnahme, wahrscheinlich deutlich mehr Verkehr aus der Innenstadt fernhalten, in dem die Busse die Luxembourg anfahren (Voyage Emil Weber) nicht an der Nordallee abfahren, sondern oben, wo die Pendler wohnen. Wenn ein oder 2 Haltestellen angefahren würden, wären sicherlich mehr Bürger bereit das eigene Auto stehen zu lassen. Man kann diesen Gedanken noch erweitern, wenn eine Park&Ride Möglichkeit an der Stadtgrenze existieren würde, könnten ebenfalls die Pendler, die aus dem Umland durch Trier fahren, einfach umsteigen. Man spart dadurch ebenfalls die Millionen für Gutachten und evtl. Umsetzung einer Seilbahn. Diese würde allerdings den Pendlern nicht helfen. Die Vorteile liegen auf der Hand, weniger Verkehr in der Innenstadt und dadurch weniger Geräuschbelästigung und Schadstoffbelastung. Ist natürlich auch auf andere Stadtteile anwendbar, sofern die Anzahl an Lux-Pendlern ähnlich hoch ist.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Für das luxemburgische Liniennetzes Régime Général des Transports Routiers (RGTR) ist das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten (MMTP) des Großherzogtums Luxemburg zuständig ist. Die bisherige Vorgehensweise des MMTP ist die, dass man zentrale Umsteigepunkte in den Nachbarländern anfährt, soweit diese vorhanden sind. So wurde zum Beispiel der Beginn der Linie 118 von der Theodor-Heuss-Allee an den Hauptbahnhof verlegt, weil hier die besten Umsteigemöglichkeiten aus dem Netz des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT) (und damit auch dem Stadtwerke Trier-Netz insbesondere von den Höhenstadtteilen aus kommend) bestehen.

Unserer Einschätzung nach sieht es das MMTP aber nicht als seine Aufgabe an, die Aufgaben des regionalen / lokalen ÖPNV zu übernehmen. Hierzu ist anzumerken, dass ein direkter Bus von den Höhenstadtteilen nach Luxemburg nur einen geringen Zeitvorteil gegenüber dem Umsteigen am HBF oder in der Theodor-Heuss-Allee hätte, da er zu Spitzenzeiten an den selben Stellen genauso von Verzögerungen betroffen wäre, wie die SWT-Busse. Das wichtigste für einen attraktiven ÖPNV sind schnelle Fahrzeiten (Busbeschleunigung / Vorrangschaltungen an Ampeln, Busspuren...), gute, schnelle und sichere Umsteigemöglichkeiten sowie ein attraktiver Tarif. Hierzu haben wir viele Möglichkeiten zur Beschleunigung der Verkehre zwischen Höhenstadtteilen und Innenstadt Trier herausgearbeitet und zum Teil bereits umgesetzt (insbesondere an der Kohlenstraße / Aveler Tal). Zudem habe wir - wie bereits erwähnt - die Busse nach Luxemburg zur Verbesserung des Umstiegs an den Hauptbahnhof geholt.
Ein gemeinsamer Tarif zwischen RGTR und VRT besteht allerdings nicht. Dieser müsste zwischen MMTP und VRT ausgehandelt werden. So sind derzeit zwei Tickets für eine Fahrt vom Petrisberg nach Luxemburg nötig. Hierzu haben wir in die VRT-Gremien bereits den Prüfauftrag eingebracht, die Möglichkeiten für ein attraktives Anschlussticket zu untersuchen. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass die Kosten durch den Nulltarif in Luxemburg seit März 2020 insgesamt gesunken sind.