Weniger verkaufsoffene Sonntage

(teilweise) umgesetzt

Anstatt die mehrfachen verkaufsoffenen Sonntage zu fördern, wäre es sinnvoller Naherholungsgebiete in der Stadt zu entwickeln, sodass der Mensch an freien Tagen zur Ruhe kommt. Die überlasteten Strassen, die weder für Mensch noch für die Umwelt ein Vorteil sind, auch am Wochenende nicht auszulasten, erachte ich als gesundheitsschädigend für eine Stadt wie Trier, die vom Autoverkehr und den Touristen aus Luxemburg lebt. Es wäre schön, wenn es am Wochenende mehr Ruhezonen gäbe und man nicht die verpestete, laute Moseulferstrasse an der Römerbrücke überqueren müsste, um an die Mosel zu kommen. Zudem ist der Konsum der hiesigen Geschäfte keineswegs nachhaltig, da die meisten Geschäfte Kleidung verkaufen, die made in Bangladesh ist. Das finde ich auch sehr schade, dass die Kommunalpolitik nicht mehr dagegen wirkt und wieder mehr lokale Geschäfte fördert anstatt Riesenfirmen den Vorteil zu verschaffen.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregungen. Teilweise werden die Vorschläge bereits berücksichtigt oder die Stadt hat nur begrenzten Einfluss auf die Umsetzung. Eine Verknüpfung der unterschiedlichen Themen mit der Zahl der verkaufsoffenen Sonntage ist aber nicht sinnvoll.

So wird die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage in Rheinland-Pfalz durch das Ladenöffnungsgesetz geregelt. Danach sind im Jahr höchstens vier verkaufsoffene Sonntage zulässig. Die beschlossenen Termine werden im Vorfeld zwischen den verschiedenen Interessengruppe, wie beispielweise der City-Initiative, der IHK , der Kirchen und der Stadt Trier abgestimmt. Die Stadt überprüft dabei, inwieweit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Was die Entwicklung von Grünflächen und Naherholungsgebieten anbelangt, ist die Stadt auf einem guten Weg. Mit 79 Prozent Grünflächenanteil belegt die Stadt Platz 18 bei den 80 deutschen Großstädten und Platz 1 in Rheinland-Pfalz. Im September wurde die Stadt bei einem Kongress in Bonn mit 13 weiteren Kommunen mit dem Label „StadtGrün naturnah" ausgezeichnet.

Das Thema nachhaltiger Konsum und faire und gerechte Löhne wird in unterschiedlicher Weise unterstützt. Bereits seit 2007 hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, zukünftig keine Produkte zu kaufen, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen.
Seit 2010 setzt sich Trier als Fairtrade Stadt, zusammen mit Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, für den Fairen Handel in Trier ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Einfluss auf die Angebote des Einzelhandels hat die Stadt nicht.

Im März 2019 hat Trier den bundesweit ersten "Aktionsplan Entwicklungspolitik" zur kommunalen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht. Dieser umfasst 193 Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und fairen Handel, die in den nächsten 5 Jahren in der Stad umgesetzt werden sollen.