Stadtstraßen nach der Sanierung der Hausanschlüsse durch SWT

wird berücksichtigt

Mittlerweile sind in vielen Strassen der Stadt die Hausanschlüsse saniert worden und es geht weiter so. Obwohl mit Unannehmlichkeiten für Anwohner und Durchreisende verbunden, sind es richtige und wichtige Maßnahmen.

Unverständlich ist jedoch in welchen Zustand und Aussehen sich die Strasssen nach Abschluss der Arbeiten befinden.
Die alte Teerdecke wurde mit dem Bagger aufgerissen, die Arbeiten ausgeführt, und anschließend eine neue Decke aufgebracht.
Die neue Decke ist meistens etwas höher als die alte, da sich der Belag durch Befahren wieder wieder dem Niveau anpassen soll. Was allerdings nicht geschieht, da vorher schon gut verdichtet.
Die Rumpelpisten finden sich somit fast überall in der Stadt. Fahren Sie da mal dem Fahrrad. Da helfen auch keine Piktogramme wie z. B.in der Paulinstrasse.

Als weitere unangenehme Folge der Arbeit ist die oft farblich sehr unterschiedliche Ausführung der neuen Teerdecken.
Da liegt dann nebeneinander, die alte Decke, die neue Decke weit farblich abweichend und miseisten ein Stück weiter die Decken vom nächsten Bauabschnitt mit wieder anderem Farbton. Keine geraden Trennlinien, alle wahllos nach Baggerslust.
Das Ergebnis ist schlimm. Es sieht grausam aus.
Nun meine Fragen:
Gibt im Auftragsschreiben an die Ausführungen keine Vorgabe über Qualität des Einbaus (Höhendiff.) und Anpassung an vorhandene Decken?
Können beim Aufreissen der Strassen nicht mehr auf gerade Linien geachtet werden? Es würde dem Auge gut tun.

Warum so viele und sich z. T. erheblich unterscheidende Farbtöne?
Nur nachts sind alle Katzen grau.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Fragen und Anregungen. Leider kann die Stadt die von Ihnen beschriebenen Mängel nur wenig beeinflussen. Bei ungefähr 800 bekannten Einzelaufbrüchen pro Jahr ist dies für die Stadt nur begrenzt möglich.

Die Wiederherstellung von Grabungen jeglicher Art ist in der Verwaltungsvorschrift „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Aufgrabungen und Verkehrsflächen“ (ZTV A-StB) geregelt. Dieses Regelwerk ist die Basis für jegliche Grabungen innerhalb städtischer Verkehrsflächen und wird als verbindliches Regelwerk vereinbart. Darin geregelt sind unter anderem auch die Anschlusshöhen an den Bestand in Quer- und Längsrichtung, dass Ausführen von Fugenverläufen, sowie die Zusammensetzung des Asphaltdeckschichtmischguts. Die Überprüfung einer regelkonformen Ausführung der Wiederherstellung erfolgt nach Meldung durch die Grabenden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Straßenbaulastträgers.
In der Praxis kommt es allerdings immer wieder vor, dass Grabungen ohne die Kenntnisnahme des Straßenbaulastträgers durchgeführt werden. In der Folge kann die ordnungsgemäße Wiederherstellung nicht überprüft werden.

Wie Sie schon richtig erkannt haben, soll der Einbau der Deckschicht nicht überhöht, sondern zumindest in Längsrichtung höhengleich und geradlinig ausgeführt werden. Dies lässt sich, trotz des Bemühens aller an der Grabung Beteiligter, oft nicht realisieren. Dies verhindern beispielsweise unebene oder schlechte Fahrbahnabschnitte, sowie höhenfixe Einbauteile, an die ein höhengleicher Anschluss schlicht unmöglich ist.
Damit der Verkehr weiter fließen kann, werden die Arbeiten häufig innerhalb einer beengten Sperrung ausgeführt. Aus Gründen der Arbeitssicherheit fehlt deshalb oft der nötige Raum, um die Anschlüsse an den Bestand geradlinig auszuführen. Hinzu kommen die erlaubten Toleranzen, welche ebenfalls seitens des Straßenbaulastträgers zu akzeptieren sind.
Die „farbliche Gestaltung“ der Deckschicht in Form des verwendeten Gesteins und der genauen Rezeptur des Asphaltmischguts lässt sich in der Praxis nicht beeinflussen. Die Asphaltmischanlagen können nicht auf Bestellung Kleinstmengen für einzelne Aufbrüche herstellen. Vielmehr mischen die Anlagen immer nur große Mengen eines bestimmten Mischgutes, wie beispielsweise „Trag- oder Deckschichtmischgut“. Die Firmen müssen bei kleineren Mengen nehmen, was gerade gemischt wird.