Abriss in der Luxemburger Straße

wird berücksichtigt

Entschuldigung schon mal im Vorraus, falls meine Sprache vom Obobjektiven ins Subjektive springt:

Was sagt eigentlich der Denkmalschutz dazu, dass in der Luxemburger Strasse gerade historistische Gebäudefassaden abgerissen werden?
Ich habe so langsam das Gefühl das die Stadt Trier nie die Lust hat mal im Sinne des Denkmalschutzes einzutreten, wenn es darauf ankommt.
Aus den Fehlern der Vergangenheit (altes Hotel Porta Nigra, Treveris, Martinsmühle) scheint die Stadtverwaltung irgendwie nichts gelernt zu haben. Ich darf annehmen, dass bei den betroffenen Häusern in der Luxemburger Straße die gleichen Worte fallen werden:
"Ist Privatbesitz, können wir nichts gegen machen"
Da kommt schon die Frage auf, wann Trier sich solche Abbruchaktionen genauer durch den Kopf gehen lässt. Etwa erst dann, wenn ausserhalb des Stadtzentrums alle Gebäude von vor dem ersten Weltkrieg durch Betonklötze und Fertiggebäude ersetzt wurden?

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Bei der Frage, ob Gebäudeabbrüche aus Gründen des Denkmalschutzes verhindert werden können, ist es nicht ausschlaggebend, ob es sich bei den Gebäuden um Privateigentum handelt. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob es sich bei dem Gebäude um ein Kulturdenkmal handelt oder nicht. Wenn es sich um ein Kulturdenkmal handelt, ist ein Abbruch genehmigungspflichtig. Handelt es sich jedoch nicht um ein Kulturdenkmal, ist der Abbruch meistens genehmigungsfrei und kann auch von den Denkmalbehörden nicht verhindert werden.

Die systematische Erfassung der Kulturdenkmäler und das Führen der Denkmalliste obliegt nach Denkmalschutzgesetz der Denkmalfachbehörde, also der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege in Mainz (GDKE). Laut Denkmalliste der kreisfreien Stadt Trier stehen in der Luxemburger Straße die Gebäude Nr. 2, 15, 25, 29, 31 und 71 unter Denkmalschutz. Für keines dieser Gebäude wurde eine Abbruchgenehmigung erteilt.
Link zur Denkmalliste, Luxemburger Straße siehe Seite 29:
https://gdke.rlp.de/fileadmin/gdke/Dateien/landesdenkmalpflege/Verzeichn...

Das Hotel Porta Nigra wurde 1966, das Versammlungsgebäude Treviris 1974/75 und die Martinsmühle 1963 abgebrochen, alle Abbrüche erfolgten vor Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes 1978. Erfolg oder Misserfolg des Denkmalschutzes in der Stadt Trier kann man nicht nur an diesen drei Gebäudeabbrüchen festmachen. Viele Kulturdenkmäler konnten vor Abbruch oder entstellenden Umbauten oder Veränderungen bewahrt werden. Gemeinsam mit engagierten Denkmaleigentümern, Architekturbüros und Handwerksfirmen wurden viele Kulturdenkmäler in Trier behutsam instandgesetzt und einer neuen Nutzung zugeführt