Busanbindung Petrisberg (Linie 4) zuverlässiger machen

abgelehnt

Die Busse der Linie 4 Irsch Richtung Stadt sind sehr häufig extrem verspätet, vor allem zu Zeiten des Berufsverkehrs. Diese Unzuverlässigkeit macht es z. B. für potentielle Pendler im Wissenschaftspark (wo immer wieder geklagt wird, dass alle mit dem Auto kommen) nicht gerade attraktiv, vom Auto auf den Bus umzusteigen.
Der Hauptgrund ist fast ausschließlich der extrem hohe Anteil an Autoverkehr in der Stadt, der die Busse ausbremst. Wenn ich es richtig sehe, starten die Busse der "4" schon irgendwo in Ehrang als "7" und sollen eine umsteigefreie Verbindung zwischen Kernscheid und Petrisberg ermöglichen. Das ist sicherlich sinnvoll, attraktiv, aber die Busse sammeln auf dem Weg zur "Starthaltestelle" in Irsch so viel Verspätung ein, dass man nach Feierabend quasi nie pünktlich vom Petrisberg zum Bahnhof kommt, was vor allem für Umsteiger auf die Bahn nicht akzeptabel ist.
Deshalb schlage ich vor:
- wenn nicht eine signifikante Menge an Fahrgästen diese umsteigefreie Linienverbindung nutzt, beide Buslinien umlauftechnisch wieder zu entkoppeln, denn je länger der Umlauf ist, desto wahrscheinlicher und länger wirken sich Störungen aus, die eigentlich gar nicht im betroffenen Gebiet auftreten
- wenn das nicht möglich ist, sollte man darüber nachdenken, die Linie 14 ganzjährig zumindest zwischen Uni-Campus 2 und HBf pendeln zu lassen (und ggf. über Gartenfeld zu führen, um den Autostaus auf Olewiger Straße und rund um die Kaiserthermen auszuweichen). Ggf könnte man hier eine Mitfinanzierung über die Firmen am Wissenschaftspark anpeilen.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Wir haben Ihren Hinweis an unsere Kolleginnen und Kollegen der Stadtwerke weitergeleitet. Wie aus der folgenden Stellungnahme der Verkehrsbetriebe hervorgeht, können Ihre Anregungen derzeit nicht umgesetzt werden.

"Die Feststellungen sind zutreffend und Ihre Anregungen treffen unsere Gedanken, die wir uns bei der Planung der Angebote machen, auf den Punkt. Sie sprechen selbst bestehende Zielkonflikte an, mit denen wir auch tatsächlich umgehen müssen und die auch eine Rolle in den bestehenden Angeboten spielen. Folgend kommentieren wir der Reihe nach Ihre Eingaben:

1) Durchbindung der Linie 4 und 7 aufgeben: Verspätungen in den Verkehrsspitzen bestehen im gesamten Liniennetz, es ist nahezu unerheblich, auf welchen Linien ein Wagen diese Verspätung einfährt. Die Linie 7 hat sich im festen Übergang zur Linie 4 in Irsch zu einer festen Größe entwickelt und zahlreiche Menschen, mit immer noch steigender Tendenz, nutzen die dadurch entstandene Direktverbindung zwischen Kernscheid, Irsch und Tarforst. Eine Entkopplung wäre also für zahlreiche Fahrgäste ein Rückschritt.
2) Linie 14 ganzjährig betreiben: Die Nachfrage vom Petrisberg alleine würde nicht ausreichen um das Angebot auch ohne die studentische Nachfrage betreiben zu können. Ohne finanzielle Not ist natürlich alles möglich, jedoch fehlen alternative Einnahmequellen. Auch die ansässigen Unternehmen können diese Aufgabe nicht übernehmen.
3) Linienführung der Linie 14 über das Gartenfeld: Bei der Einführung der Linie 14 wurde aus zwei Gründen diese Führung gewählt. Einmal ist das Gartenfeld sehr eng, sodass Busbegegnungen, die bei der dann dichten Frequenz zunehmen, wiederholt zu Störungen, Verzögerungen, Unfällen im Betrieb führen würden. Weiterhin war es uns wichtig, mit dem Haltepunkt "Konstantin Basilika" einen attraktiveren Zugangspunkt zur Innenstadt zu schaffen."