Fahrradstraße Engelstraße

in Planung

Aus einem Vorschlag im Bürgerhaushalt geht Folgendes als Antwort hervor: Die Radwegführung Knotenpunkt Engelstraße ist in Planung.

Wenn dieser Bereich neu geplant wird, dann doch bitte folgende Möglichkeit in die Planung miteinbeziehen:
Es besteht zwischen Innenstadt und der mit Fahrradwegen gut ausgebauten Herzogenbuscher Straße keinerlei sinnvolle Fahrradverbindung. Die Paulinstraße zu befahren ist lebensgefährlich. Selbst wenn sich ausnahmsweise jemand an die vorgeschriebenen 50 km/h hält, ist die Geschwindigkeitsdifferenz zu einem Fahrrad immer noch viel zu groß.

In Trier-Süd wurde mit einer Fahrradstraße eine schöne Alternative zur Saarstraße geschaffen. Warum ist so was nicht in Trier-Nord möglich?

Ich gehe davon aus, dass eine Fahrradstraße in der Engelstraße sogar mehr genutzt werden würde, da sich diese wie folgt sehr gut mit der Herzogenbuscher Straße verbinden ließe:
Herzogenbuscher Straße -> vorhandener kombinierter Fuß- und Radweg in die Gärtnerstraße -> Nalbachstraße -> Max-Brandts-Straße ->Engelstraße

Von der Engelstraße ließe sich die Fahrradstraße mit einer neuen Markierung sehr gut an die bestehenden Fahrradverbindungen rund um die Porta Nigra und im Bereich Nordallee anbinden.

Der Eingriff den Kfz-Verkehr wäre geringer als im Trierer Süden, da ein großer Teil der Engelstraße sowieso in beide Richtungen gesperrt ist (Zeichen 267 bzw. Zeichen 250 (Anlieger frei)). Anlieger der Straße hätten weiterhin freien Zugang zu ihren Parkplätzen.

Hinweise der Verwaltung: 

Vielen Dank für Ihre Anregung. Das Radverkehrskonzept sieht eine Fahrradstraße (oder eine vergleichbare Einrichtung) als Verbindung zwischen Herzogenbuscher Straße und dem Simeonstiftplatz ( - Innenstadt) vor. Eine Fahrradstraße Engelstraße - Max-Brands-Straße - Nalbachstraße - Gärtnerstraße ergibt erst dann einen Sinn, wenn zuvor die Rad-Verbindung Engelstraße zum Simeonstiftplatz geschaffen wurde. Planungen zur Umgestaltung dieses Knotens sind für dieses Jahr (2019) terminiert. Der Umbau des Knotens wird 2020 angestrebt. Zudem müssen im Detail noch verschiedene Untersuchungen erfolgen und für die offenen Fragen Lösungen gefunden werden (z.B. Ruhender Verkehr, Anliegerverkehr). Das Kfz-Verkehrsaufkommen ist insgesamt höher und die verfügbaren Fahrbahnbreiten geringer als auf der Fahrradstraße in Trier Süd.

Die Lücke zwischen den Radwegen entlang der Herzogenbuscher Straße und der Innenstadt wird aktuell über ein Fahrrad-Piktogrammkette auf der Paulinstraße geschlossen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden spezielle Fahrradpiktogramme markiert, um die Radverkehrsführung zu verdeutlichen und Orientierung zu geben. Grund ist, dort fehlt der Platz für „herkömmliche“ Radverkehrsführungen wie Schutzstreifen oder Radwege. Die Markierung auf der Paulinstraße und der Weberbach beinhaltet das Sinnbild (Piktogramm) „Fahrrad“ ergänzt um einen Richtungselement „^“ in regelmäßigen Abständen (ca. 50m) auf der Fahrbahn. Mit dieser Markierungsmaßnahme soll den Belangen des Radverkehrs Rechnung getragen werden, indem die Ansprüche der Radfahrenden im Mischverkehr verdeutlicht und gleichzeitig illegales / gefährliches Gehwegradeln unterbunden wird. Auch soll so verhindert werden, dass Radfahrer aus falsch verstandener Rücksichtnahme gegenüber dem Kfz-Verkehr zu weit rechts und somit zu nah am Gefährdungsbereich sich öffnender Türen parkender Autos radeln. Gemäß polizeilicher Unfallstatistik waren diese Unfalltypen in der Vergangenheit die häufigsten Unfallursachen und nicht Radunfälle auf der Fahrbahn. Tödliche Radverkehrsunfälle auf der Paulinstraße sind bislang nicht zu verzeichnen gewesen (laut polizeilicher Unfallstatistik ab 2010 bis einschließlich 2017). Eine Anordnung von Tempo 30 auf der Paulinstraße ist nach Angaben der Straßenverkehrsbehörde und des zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) nicht möglich.